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Neuseeland 2014 – Glühwürmchen, Hobbiton und Weihnachten im Sommer

Charly ·

Neuseeland 2014 – Glühwürmchen, Hobbiton und Weihnachten im Sommer

Am frühen Mittag verließen wir die Snowy Waters Lodge in Raetihi – mitsamt ihrem tollen Ausblick.

Bevor wir weiterfuhren, gab uns die Dame an der Rezeption noch einen Tipp für einen kurzen Walk in der Umgebung. Nach den rund 19 Kilometern vom Vortag waren unsere Beine zwar noch nicht unbedingt von einem weiteren Spaziergang begeistert, aber wir machten uns trotzdem auf den Weg.

Der Tipp führte uns auf einen Teil des Ohakune Old Coach Road.

Der Weg hat tatsächlich einiges an Geschichte zu erzählen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in dieser Gegend die letzte Lücke der Eisenbahnverbindung zwischen Auckland und Wellington geschlossen. Solange die Strecke noch nicht vollständig befahrbar war, wurden Reisende zwischen Ohakune und Horopito mit Pferdekutschen weitertransportiert. Heute kann man auf Teilen dieser alten Route wandern und Rad fahren.

Unterwegs kamen wir zum Hāpuawhenua Viaduct.

Das alte Eisenbahnviadukt wurde 1907 und 1908 gebaut, ist rund 284 Meter lang und bis zu 45 Meter hoch. Bis 1987 fuhren hier tatsächlich Züge entlang, bevor die Bahnstrecke verlegt und direkt daneben ein neues Viadukt gebaut wurde.

Heute kann man einfach darüberlaufen.

Auf alten Holzbohlen, mitten durch die Stahlkonstruktion und mit ziemlich viel Luft unter den Füßen.

1987 wurde das alte Viadukt sogar zum Bungy Jumping genutzt. Wenn man auf der Brücke steht und nach unten schaut, kann man sich allerdings schon fragen, wer als Erster auf die Idee gekommen ist, dort freiwillig herunterzuspringen.

Der restliche Walk war weniger spektakulär. Aber das musste er auch gar nicht sein. Die Landschaft war so schön, dass es vollkommen genügte, einfach loszulaufen, sich umzusehen und zwischendurch immer wieder für ein Foto stehen zu bleiben.

Der Weg führte durch dichten neuseeländischen Wald mit den typischen Baumfarnen. Unterwegs erklärten kleine Tafeln mehr über die Pflanzen und die Māori-Kultur. Eine davon beschäftigte sich mit dem Whekī-Ponga, einem der heimischen Baumfarne. Eine andere zeigte Tāne Mahuta, der in der Māori-Überlieferung als Herr des Waldes gilt und als Sohn von Ranginui, dem Himmelsvater, und Papatūānuku, der Erdmutter, eine wichtige Rolle in der Entstehungsgeschichte spielt.

Überhaupt hatten wir in Neuseeland ständig das Gefühl, dass die Bilder dort irgendwie anders aussahen. Die Farben wirkten kräftiger, die Landschaft klarer und selbst weit entfernte Dinge verschwanden nicht so schnell in einem grauen Dunst.

Vielleicht lag es tatsächlich an der sauberen Luft. Je weniger winzige Partikel in der Atmosphäre schweben, desto weniger wird das Licht gestreut. Dadurch bleiben Konturen deutlicher und Farben wirken klarer.

Oder Michel konnte einfach besonders gut fotografieren.

Vermutlich war es eine Mischung aus beidem.

Nach diesem schönen Zwischenstopp stiegen wir wieder ins Auto. Vor uns lagen ungefähr drei Stunden Fahrt bis nach Waitomo.

Das alte Viadukt
Das alte Viadukt
ein wirklich toller Walk
ein wirklich toller Walk
Charly ist aber auch klein
Charly ist aber auch klein

Weiter nach Waitomo

Waitomo ist vor allem für seine vielen Höhlen und natürlich für die Glowworms bekannt. Unter der Landschaft verbergen sich Höhlen, unterirdische Flüsse und ungewöhnliche Kalksteinformationen.

Wie viele andere Besucher wollten auch wir uns ansehen, warum alle von den Waitomo Glowworm Caves sprachen.

Zuerst sollten wir die kleinen leuchtenden Tiere allerdings ganz ohne Eintrittskarte entdecken.

Eine kleine Geste, die geblieben ist

In Waitomo bezogen wir ein kleines Apartment in einem familiär geführten Hotel. Bei unserer Ankunft begrüßte uns der ältere Herr, der die Unterkunft führte, und gab uns eine kleine Flasche mit frischer Milch für unseren Tee und Kaffee.

Eigentlich war es nur eine Kleinigkeit. Trotzdem ist uns diese Geste besonders in Erinnerung geblieben.

Von ihm bekamen wir außerdem einen Tipp: Im Dunkeln könne man einen Walk machen und dabei ebenfalls Glowworms sehen.

Das hörte sich gut an.

Glowworms ohne Eintritt

Also warteten wir, bis es dunkel war, schnappten uns eine Taschenlampe und fuhren los.

Am Parkplatz angekommen, waren wir allerdings etwas überrascht. Dort standen nur ein weiteres Auto und ein mittelgroßer Bus. Dessen Insassen marschierten in Neoprenanzügen und mit großen schwarzen Schwimmreifen in Richtung Wald.

Waren wir hier wirklich richtig?

In Waitomo kann man beim sogenannten Black Water Rafting auf Reifen durch unterirdische Flüsse und Höhlen treiben. Wir wollten allerdings nur einen kleinen Spaziergang machen.

Da es mal wieder regnete, blieben wir zunächst im Auto sitzen. Die beiden Mädels im anderen Auto schienen sich ebenfalls nicht so recht hinauszutrauen.

Irgendwann fassten wir uns ein Herz, stiegen aus und liefen zum ausgeschilderten Weg.

Kurz darauf hörten wir hinter uns zwei Autotüren zuschlagen.

Offenbar hatten die beiden nur darauf gewartet, dass jemand anderes zuerst losging.

„Hier sieht man überhaupt nichts!“

Wir folgten dem Weg immer weiter in den Wald hinein. Doch auch nach ungefähr 20 Minuten hatten wir noch keinen einzigen Glowworm entdeckt.

Also liefen wir weiter.

Vielleicht kamen sie ja nach der nächsten Kurve.

Dort waren natürlich keine.

Die beiden Mädels hinter uns hatten inzwischen die Hoffnung aufgegeben und drehten um. Wir wollten dieses Mal allerdings nicht so schnell aufgeben.

Nach der nächsten Kurve würden wir sie bestimmt sehen.

Wieder nichts.

Der Regen wurde immer stärker und langsam merkten wir, wie müde wir noch vom Vortag waren. Irgendwann mussten auch wir uns eingestehen, dass es vielleicht keinen Sinn mehr hatte.

Möglicherweise konnte man die Glowworms nur sehen, wenn es trocken war?

Enttäuscht machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz.

Und dann sahen wir sie plötzlich.

Millionen kleiner Sterne

Die Glowworms waren die ganze Zeit da gewesen – und zwar schon ziemlich am Anfang des Weges.

Wir waren einfach viel zu weit gelaufen.

An der richtigen Stelle leuchteten überall kleine blaugrüne Punkte im Dunkeln. Es sah aus wie ein Sternenhimmel, nur viel näher.

Einfach wunderschön.

Bei den neuseeländischen Glowworms handelt es sich übrigens nicht um Glühwürmchen, wie wir sie aus Deutschland kennen. Es sind die Larven einer Mückenart, die vor allem an feuchten und dunklen Orten leben.

Das klingt deutlich weniger romantisch als „Millionen kleiner Sterne“.

Deshalb bleiben wir einfach bei diesem Bild.

Leider hatte unsere Kamera keinen Akku mehr. Auf dem Weg hatten wir bereits so viele Fotos gemacht, dass ausgerechnet jetzt nichts mehr ging.

Auf den Bildern unserer Handys war von den Glowworms ebenfalls kein einziger zu erkennen.

Wir mussten uns diesen Anblick also ganz altmodisch selbst merken.

Ab in die Waitomo Glowworm Caves

Am nächsten Tag wollten wir die Glowworms noch einmal in den berühmten Waitomo Glowworm Caves sehen.

Diesmal nahmen wir vorsichtshalber einen zusätzlichen Kamera-Akku mit.

Dummerweise erfuhren wir vor Ort, dass man in der Höhle überhaupt nicht fotografieren durfte.

Den zusätzlichen Akku hätten wir uns also sparen können.

Gemeinsam mit vielen anderen Besuchern wurden wir einer Gruppe zugeteilt und gingen hinunter in die Höhle.

Dort erfuhren wir einiges über ihre Entstehung und Geschichte. Die Kalksteinformationen haben sich über Millionen von Jahren gebildet. Wasser ist durch den Stein gesickert und hat dabei nach und nach die Höhlen, Stalaktiten und Stalagmiten entstehen lassen.

In einem besonders hohen Bereich der Höhle, der „Cathedral“, konnten wir außerdem erleben, wie außergewöhnlich die Akustik dort ist.

Danach ging es weiter zu einem unterirdischen Fluss. Dort warteten bereits zwei Boote auf unsere Gruppe.

Lautlos durch die Höhle

Nicht nur die leuchtende Höhlendecke war beeindruckend, sondern auch die Art, wie unser Bootsführer uns durch die Dunkelheit steuerte.

In der Höhle wurden keine Motoren eingesetzt. Stattdessen waren oberhalb des Wassers Seile gespannt. An diesen zog der Bootsführer das Boot lautlos durch die Höhle.

Über uns leuchteten Tausende Glowworms.

Auch wenn wir sie am Abend zuvor bereits kostenlos im Wald entdeckt hatten, war diese Bootsfahrt noch einmal etwas ganz anderes. Alles war still und dunkel und über unseren Köpfen sah es erneut aus wie ein Sternenhimmel.

Die Tour war interessant und wir fanden es spannend, mehr über die Höhle und ihre Geschichte zu erfahren.

Trotzdem würden wir sie wahrscheinlich kein zweites Mal buchen – es sei denn, wir bekämen sie geschenkt. Wenn wir noch einmal nach Waitomo kommen, würden wir lieber wieder auf eigene Faust losziehen und im Dunkeln nach Glowworms suchen.

Jetzt wissen wir schließlich auch, dass wir dafür gar nicht besonders weit laufen müssen.

Matamata – unser Besuch in Hobbiton

Woran denken viele Menschen, wenn sie Neuseeland hören?

Natürlich an „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“.

Auch wir wollten es uns nicht entgehen lassen, Hobbiton einmal mit eigenen Augen zu sehen. Deshalb fuhren wir nach Matamata.

Einige Tage zuvor hatten wir bereits online Plätze für eine Tour gebucht. Beim Startpunkt konnten wir zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen. Wir entschieden uns dafür, unser Auto in der Nähe der i-SITE in Matamata abzustellen und von dort mit dem Bus zum Filmset zu fahren.

Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir schließlich das Filmset auf der Alexander Farm.

Einmal mitten im Auenland

Hobbiton war ursprünglich für die „Herr der Ringe“-Filme errichtet und danach größtenteils wieder abgebaut worden. Für die Dreharbeiten zu den „Hobbit“-Filmen wurde das Auenland erneut aufgebaut – diesmal aus dauerhaften Materialien.

Zum Glück.

Dadurch konnten wir nun selbst zwischen den Hobbithöhlen hindurchlaufen, Beutelsend sehen und all die kleinen Details entdecken, die man aus den Filmen kennt.

Es war wirklich beeindruckend.

Sobald wir aus dem Bus stiegen, fühlten wir uns wie in die Filme versetzt.

Wären da nicht die vielen anderen Menschen gewesen.

Ungefähr alle 15 Minuten startete eine neue Tour mit einer Gruppe aus interessierten und ausgesprochen fotofreudigen Besuchern. Ein Bild zu machen, auf dem nicht gleichzeitig noch andere Menschen vor einer Hobbithöhle posierten, war deshalb gar nicht so einfach.

Viel Zeit zum Warten hatte man ebenfalls nicht, denn hinter uns rückte schon die nächste Gruppe nach.

Wir versuchten also, möglichst viele Fotos zu machen und uns gleichzeitig alles gut einzuprägen.

Schließlich würden wir dieses Erlebnis vermutlich nur einmal haben.

Ein Guide mit echter Begeisterung

Mit unserem Guide hatten wir wirklich Glück. Man merkte ihm sofort an, wie gerne er seinen Job machte.

Er erzählte uns viel über die Dreharbeiten, die Kulissen und die kleinen Tricks, mit denen Hobbiton im Film zum Leben erweckt wurde.

Gerade diese Geschichten machten die Tour besonders interessant. Von außen sah alles ganz selbstverständlich aus – als hätten die Hobbits ihre runden Türen einfach kurz hinter sich geschlossen und wären irgendwo im Auenland unterwegs.

Tatsächlich steckte natürlich unglaublich viel Planung und Arbeit in jedem kleinen Detail.

Ginger Beer im Green Dragon

Am Ende der Tour gingen wir gemeinsam zum Green Dragon.

Dort durfte sich jeder ein Getränk aussuchen. Essen konnte man ebenfalls etwas, unser Guide hatte uns allerdings schon vorher gesagt, dass dafür nicht besonders viel Zeit blieb.

Also machten wir es uns mit einem Ginger Beer und einem Cider gemütlich und genossen einfach den Moment.

Wir saßen tatsächlich im Green Dragon.

Zumindest so lange, bis wir wieder zum vereinbarten Treffpunkt mussten.

Unser Fazit zu Hobbiton

Uns hat der Besuch in Hobbiton wirklich gut gefallen. Es war etwas Besonderes, all die bekannten Orte einmal „in echt“ zu sehen und mehr über die Dreharbeiten zu erfahren.

Allerdings ist der Eintritt nicht gerade günstig.

Da die Gruppen recht groß sind und in kurzen Abständen starten, bleibt außerdem wenig Zeit, um alles in Ruhe auf sich wirken zu lassen. Häufig ist man mehr damit beschäftigt, schnell ein Foto ohne fremde Menschen darauf zu erwischen.

Trotzdem hat sich der Besuch für uns gelohnt.

Wer mehrere Touren in der Region machen möchte, sollte vorher im Internet nach Kombiangeboten suchen. Damit lässt sich möglicherweise etwas sparen.

Auch ein Blick auf Bookme lohnt sich in Neuseeland fast immer.

Weihnachten im Sommer!?

Weihnachten und Sommer – diese Kombination konnten wir uns vorher nur schwer vorstellen.

Im Radio liefen Weihnachtslieder, während draußen sommerliche Temperaturen herrschten. Vor den Einkaufszentren waren die Menschen in kurzen Hosen und Tops unterwegs.

In den Schaufenstern wurde für die neue Sommermode geworben.

Dazwischen standen geschmückte Weihnachtsbäume, Weihnachtsmänner und jede Menge Kunstschnee.

Es fühlte sich an, als hätten sich zwei vollkommen unterschiedliche Jahreszeiten ineinandergeschoben.

Zurück bei der Familie in Auckland

Nachdem wir wieder bei unserer Familie in Auckland angekommen waren, fuhren wir gemeinsam zur Franklin Road.

Uns wurde lediglich gesagt, dass dort die Häuser weihnachtlich geschmückt seien.

Okay, dachten wir.

Ein paar dekorierte Häuser hatten wir inzwischen schließlich schon gesehen.

Mehrere Straßenblocks vor der eigentlichen Franklin Road begann allerdings der Stau. Deshalb parkten wir ein ganzes Stück entfernt und gingen zu Fuß weiter.

Michel und ich wussten noch immer nicht so recht, was uns dort erwartete.

Die Franklin Road Christmas Lights

Was wir dann sahen, hatte mit ein paar geschmückten Häusern nicht mehr viel zu tun.

In der Franklin Road beteiligen sich die Anwohner jedes Jahr gemeinsam an einer großen Weihnachtstradition. Haus für Haus wird beleuchtet und dekoriert, sodass sich die komplette Straße in ein einziges Weihnachtslichtermeer verwandelt.

So etwas hatten wir noch nie gesehen.

Überall standen überlebensgroße Figuren. Es gab Engel, Weihnachtsmänner, Kunstschnee und unzählige Lichter. Weihnachtsmusik lief und sogar einige Chöre standen am Straßenrand und sangen.

Das alles passierte auf beiden Seiten der Straße.

Mittendurch schoben sich im Schritttempo die Autos, denn natürlich wollten sich viele Menschen dieses Spektakel nicht entgehen lassen.

Jetzt wussten wir auch, warum wir so weit entfernt geparkt hatten.

Schaut euch einfach einige der Eindrücke an, die wir mit der Kamera einfangen konnten.

Heiligabend in kurzer Hose

An Heiligabend fuhren wir gemeinsam mit meinen Cousins Sam und David in Richtung Flughafen.

Unser Ziel war allerdings nicht das Terminal, sondern Pirate Adventure Mini Golf.

Minigolf war definitiv eine etwas andere Beschäftigung für Heiligabend.

Da Weihnachten in Neuseeland – wie auch in vielen anderen Ländern – hauptsächlich am 25. Dezember gefeiert wird, war der 24. für uns ein sehr entspannter Tag.

Und obwohl wir Weihnachten mitten im Sommer verbrachten, gab es in den folgenden Tagen sogar Sauerkraut.

Ein kleines bisschen Weihnachten, wie wir es von zu Hause kannten, musste schließlich doch sein.

Weihnachten mit der Familie

Die nächsten Tage genossen wir vor allem das Zusammensein mit der Familie.

Wir aßen gemeinsam, ließen es ruhig angehen und machten noch einen schönen Walk.

So sehen Verlierer beim Minigolf aus
So sehen Verlierer beim Minigolf aus

Damit nähert sich unsere Zeit in Neuseeland langsam dem Ende.

Ein paar Tage und Erlebnisse liegen aber noch vor uns.

Was wir in den letzten Tagen unserer Neuseelandreise erleben, lest ihr im nächsten Beitrag.

Bis dahin könnt ihr die Zeit nutzen, noch ein wenig auf Take a Step zu stöbern.

Liebe Grüße

Charly

Anmerkung aus dem Juli 2026

Als dieser Beitrag entstand, konnten wir noch nicht wissen, dass wir nur wenige Jahre später selbst Gastgeber sein würden.

Heute, mehr als zehn Jahre nach dieser Reise, erinnern wir uns noch immer an die kleine Flasche mit frischer Milch, die uns der ältere Herr bei unserer Ankunft für Tee und Kaffee mitgab. Es war nichts Großes oder Teures – einfach nur eine kleine Aufmerksamkeit, die uns das Gefühl gab, dass jemand mitgedacht hatte.

Vielleicht hat genau diese Erinnerung später auch unser eigenes Verständnis von Gastfreundschaft ein kleines bisschen mitgeprägt. Denn oft sind es nicht die großen Dinge, die bleiben, sondern die kleinen Gesten, durch die man sich wirklich willkommen fühlt.

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