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Australien – Step 04: Darwin und der Kakadu National Park

Charly & Micha ·

Wir sind gelandet!

Wir sind da! In Australien, oder besser gesagt: in Darwin.

Nach einem kurzen, ruckeligen und nicht gerade entspannten Flug von Denpasar nach Darwin landen wir morgens gegen 6 Uhr in Australien. Unsere Visa haben wir griffbereit, wir reihen uns erst einmal richtig ein und dann geht es ab zur Kontrolle.

Wasser dürfen wir übrigens auch nicht einführen. Wieso? Keine Ahnung. Aber egal, hier soll es ja auch welches geben.

Nach der Passkontrolle können wir dann endlich zum Kofferband. Und da warten wir erst einmal. War ja klar: Die letzten beiden sind unsere. Oder zumindest gehören sie zu den letzten zwanzig oder so.

Irgendwann haben aber auch wir unser Gepäck und damit kann Australien dann wirklich losgehen.

Wo ist eigentlich Rita?

Für uns gibt es heute noch so einiges zu tun, aber es ist ja auch erst 6 Uhr oder kurz danach. Wir haben ein Auto bei Europcar gemietet und als wir bei den Mietwagenschaltern ankommen, sind auch alle besetzt. Überall wird gearbeitet.

Nicht so bei Europcar.

Okay, wir hatten 7 Uhr als Abholzeit angegeben, weil wir gedacht hatten, dass es etwas länger dauern würde, bis wir durch die ganzen Kontrollen sind. Auf einem Schild steht, dass wir Rita anrufen sollen. Also rufe ich Rita an – Mailbox.

Eine kurze Nachricht wird hinterlassen und wir kümmern uns erst einmal um Kaffee. Als wir damit wiederkommen, sitzt Rita plötzlich schon an ihrem Platz.

Hat die hinten in der Kammer gepennt? Keine Ahnung. Egal, sie ist da.

Und hey, wir bekommen sogar ein Upgrade. Oder zumindest ist das Auto noch etwas größer als das, welches wir eigentlich bestellt hatten. Kurze Zeit später stehen wir also vor unserem Mitsubishi Pajero, beladen ihn und machen uns auf den Weg Richtung Kakadu National Park.

Krokodile, Schlangen, Wombats, Wallabys und natürlich Kängurus – wir wollen alles sehen, was für uns irgendwie nach Australien aussieht.

Und mit einem Känguru soll das tatsächlich schneller gehen als gedacht.

Unser erstes Känguru!

Es dauert gar nicht lange, bis wir am Straßenrand unser erstes Känguru entdecken.

Leider liegt es da.

Tot.

Na toll. So hatten wir uns unsere erste Begegnung mit einem Känguru in Australien nun wirklich nicht vorgestellt. Trotzdem ist es irgendwie ein merkwürdiger Moment: Wir sind gerade erst ein paar Stunden in diesem Land und da liegt tatsächlich ein Känguru am Straßenrand.

Jetzt wäre ein lebendes natürlich noch schön.

Aber wir haben ja gerade erst angefangen und noch ziemlich viel Australien vor uns. Wir sind gespannt, welche Tiere wir auf unserer Reise tatsächlich noch zu Gesicht bekommen.

Erst einmal geht es für uns weiter zum Mary River Wilderness Retreat. Unsere erste Unterkunft liegt noch vor dem eigentlichen Kakadu National Park.

Vorher gibt es allerdings noch eine Kleinigkeit zu erledigen.

Wir müssen einkaufen.

Erst zur Unterkunft, dann ganz in Ruhe einkaufen …

Eigentlich steht der Einkauf schon auf dem Plan, bevor wir zum Mary River Wilderness Retreat fahren. Aber wir haben eine bessere Idee.

Wir fahren erst einmal zur Unterkunft.

Vielleicht können wir ja schon in unser Zelt, unsere Sachen auspacken und anschließend ganz in Ruhe einkaufen fahren. Nach dem Flug und dem ganzen Gepäck klingt das für uns wesentlich angenehmer, als jetzt noch durch einen Supermarkt zu laufen.

Also fahren wir weiter und kommen schließlich am Mary River Wilderness Retreat an.

Nur ist unser Zelt leider noch nicht fertig.

Na gut. Dann gehen wir eben jetzt einkaufen.

Wo ist denn hier der nächste Supermarkt?

Ungefähr 80 Kilometer Richtung Westen.

Westen?

Also ungefähr da, wo wir gerade herkommen.

Tja. Das mit dem erst gemütlich auspacken und anschließend in Ruhe einkaufen war vielleicht doch nicht unsere beste Idee.

Also fahren wir tatsächlich wieder rund 80 Kilometer zurück, erledigen unseren Einkauf und kaufen unter anderem 10 Liter Wasser für 4 Dollar. Anschließend geht es die ganze Strecke wieder zurück zum Mary River Wilderness Retreat.

Australien bringt uns das mit den Entfernungen offenbar direkt am ersten Tag bei.

Unser Safari-Zelt

Als wir wieder ankommen, können wir schließlich auch unser Safari-Zelt beziehen. Wobei man bei „Zelt“ vielleicht eine etwas falsche Vorstellung bekommt: Wir haben ein richtiges Bett, einen Kühlschrank, eine Kommode und einen Ventilator. Für unsere erste Unterkunft in Australien können wir damit ziemlich gut leben.

schon schön hier
schon schön hier
diese warnung werden wir noch öffter sehen
diese warnung werden wir noch öffter sehen

Am Abend nutzen wir die Camp Kitchen und kochen uns etwas Leckeres. Danach machen wir uns auf den Rückweg zu unserem Zelt und eigentlich ist der Tag für uns damit gelaufen. Flug, Mietwagen, zweimal dieselbe Strecke zum Einkaufen – irgendwann reicht es ja auch mal.

Aber dann sitzen da plötzlich Wallabys.

Und zwar nicht nur eins oder zwei. Rund um unser Zelt entdecken wir ungefähr zehn Stück.

leider fanden sie fotos nicht so cool
leider fanden sie fotos nicht so cool

Wie cool ist das denn bitte?

Nach unserem ersten Känguru, das leider nicht mehr ganz so lebendig am Straßenrand lag, stehen wir jetzt tatsächlich da und beobachten unsere ersten lebenden Känguruartigen. Einfach so direkt vor unserem Safari-Zelt.

Genau auf solche Momente haben wir uns gefreut.

Ein lebendes Känguru fehlt uns zwar immer noch, aber wir sind schließlich erst einen Tag hier.

Ein blinder Passagier aus Bali

Und dann wartet noch eine weitere tierische Überraschung auf uns – allerdings keine, mit der wir gerechnet hätten.

Als wir unsere Reisetasche öffnen, kommt tatsächlich ein kleiner Gecko zum Vorschein.

Ähm.

Der gehört hier ziemlich sicher nicht hin.

Offenbar hat sich der kleine Kerl noch auf Bali irgendwo in unsere Tasche verirrt und ist mit uns bis nach Australien geflogen. Sehr viel Zeit, uns darüber Gedanken zu machen, was wir jetzt mit unserem illegal eingereisten Mitreisenden anfangen, lässt er uns allerdings nicht. Er verschwindet aus dem Zelt und entfleucht in die australische Wildnis.

Sorry, Australien.

Das war wirklich keine Absicht.

Weiter Richtung Kakadu

Am nächsten Tag geht es für uns weiter Richtung Kakadu National Park. Und langsam bekommen wir eine Ahnung davon, wie groß hier einfach alles ist. Entfernungen sehen auf der Karte irgendwie machbar aus, bis man feststellt, dass man für einen Einkauf mal eben 80 Kilometer zurückfahren darf.

Auch der Kakadu National Park selbst ist riesig. Fast 20.000 Quadratkilometer mit Felslandschaften, Savanne, Feuchtgebieten und Flüssen – und hoffentlich irgendwo dazwischen all den Tieren, die wir sehen wollen.

Unsere nächste Unterkunft liegt im Nationalpark. Und die ist … sagen wir mal: interessant.

Ein kleiner Zeitsprung

Schon bei unserer Ankunft merken wir, dass wir hier offenbar ein bisschen aus dem üblichen Gästeschema fallen.

Es sind auffällig viele Deutsche da – eigentlich gefühlt fast nur Deutsche – und die meisten davon sind deutlich älter als wir. Wir dürften den Altersdurchschnitt mit unserer Ankunft jedenfalls ein gutes Stück nach unten ziehen.

Dazu funktionieren die BBQs nicht und die Bar wirkt ein bisschen so, als wäre sie direkt aus den 50ern hier stehen geblieben. Das Ganze hat einen ziemlich eigenen Charme.

Wir scherzen irgendwann darüber, dass einige der Gäste vermutlich schon seit der Eröffnung in den 70ern hierherkommen.

Ob das stimmt? Keine Ahnung.

Aber in diesem Moment würde es uns nicht wundern.

Es ist jedenfalls eine dieser Unterkünfte, an die man sich später wahrscheinlich weniger wegen des Zimmers erinnert, sondern wegen der etwas merkwürdigen Atmosphäre drumherum.

Ubirr – Bilder aus einer anderen Zeit

Von hier aus beginnen wir, den Kakadu National Park zu erkunden. Einer unserer Stopps ist Ubirr mit seinen verschiedenen Felsgalerien und der Aboriginal-Kunst.

Zu sehen sind unter anderem Tiere und sogenannte Röntgen-Darstellungen, bei denen nicht nur die äußere Form eines Tieres dargestellt wird, sondern auch Teile seines Inneren.

einfach wahnsinn
einfach wahnsinn
mit welcher genauigkeit
mit welcher genauigkeit

Einige dieser Felsmalereien sind Tausende von Jahren alt.

Wenn man davorsteht, ist es gar nicht so einfach, sich klarzumachen, wie lange Menschen hier schon leben und ihre Geschichten weitergeben. Wir sind zwar hauptsächlich mit ziemlich klassischen Vorstellungen von Australien hier angekommen – Kängurus, Krokodile, endlose Landschaft – aber schon nach den ersten Tagen merken wir, dass Kakadu sehr viel mehr ist als das.

Wobei wir natürlich trotzdem weiterhin nach Krokodilen Ausschau halten.

Denn davon sollte es hier nun wirklich genügend geben.

Wo sind denn jetzt die Krokodile?

Zumindest vermitteln uns die ganzen Warnschilder diesen Eindruck. An Billabongs und Wasserstellen wird ziemlich unmissverständlich davor gewarnt, ins Wasser zu gehen.

Wegen der Krokodile.

Keine Sorge. Machen wir nicht.

Wir würden nur langsam gerne mal eines von ihnen sehen.

Also geht es unter anderem zu Cahills Crossing am East Alligator River. Hier führt die Straße tatsächlich direkt durch den Fluss und je nach Wasserstand und Gezeiten steht ordentlich Wasser auf der Fahrbahn. Als wir dort sind, sind es ungefähr 60 Zentimeter bis teilweise einen Meter.

Wir schauen uns das Ganze erst einmal aus sicherer Entfernung an – und bekommen dann immerhin etwas Unterhaltung geboten. Ein Bus versucht nämlich, die Furt zu überqueren.

da steht er
da steht er
hat wohl nicht geklappt
hat wohl nicht geklappt

Und bleibt stecken.

er bekam zum glück hilfe, er wurde zurück geschoben
er bekam zum glück hilfe, er wurde zurück geschoben

Nun gut. Einen im Wasser stehenden Bus haben wir also schon einmal gesehen.

Nur leider kein Krokodil.

Dabei ist Cahills Crossing gerade dafür bekannt. Also beobachten wir das Wasser, schauen ans Ufer und warten.

Nichts.

Vielleicht haben die Krokodile heute frei.

Was hüpft denn da? Am nächsten Tag entdecken wir an einer befestigten Zufahrt zum Wasser noch ein paar andere Tiere. Der Weg sieht ein bisschen wie ein Bootsanleger aus und führt direkt hinunter ins flache, schlammige Wasser. Als wir mit dem Pajero ein Stück die Rampe hinunterfahren, hüpfen plötzlich überall kleine Tierchen aus dem Wasser. Fahren wir wieder ein Stück zurück, kommen sie erneut zum Vorschein. Was ist denn hier los?

Natürlich probieren wir das Ganze noch einmal aus. Ein Stück vor, ein Stück zurück – und schon hüpfen sie wieder herum. Vermutlich handelt es sich um Schlammspringer. Das sind tatsächlich Fische, die sich auch außerhalb des Wassers fortbewegen und dabei ziemlich lustig über den schlammigen Untergrund hüpfen können.

Krokodile haben wir also weiterhin nicht entdeckt. Dafür stehen wir jetzt an irgendeinem Bootsanleger und lassen uns von einer ganzen Horde hüpfender Fische unterhalten. Australien liefert offenbar einfach seine eigene Tierauswahl.

Diese Weite!

Was im Kakadu National Park allerdings wirklich nicht zu übersehen ist, ist die Landschaft.

Am Nawurlandja Lookout stehen wir irgendwann da und schauen einfach nur.

Felsen, Savanne, Feuchtgebiete – und dahinter immer noch mehr Landschaft. Fotos können wahrscheinlich überhaupt nicht richtig zeigen, wie groß das alles wirkt.

Gerade kommen wir von Bali. Menschen, Roller, Tempel, Häuser, Verkehr und eigentlich ständig irgendwo Bewegung. Und ein paar Tage später stehen wir hier und vor uns scheint die Landschaft einfach nicht mehr aufzuhören.

Dieser Kontrast ist schon gewaltig.

Und diese Weite gefällt uns richtig gut.

Vielleicht beim zweiten Versuch?

Mit den Krokodilen wollen wir uns natürlich noch nicht geschlagen geben. Vielleicht hatten wir bei Cahills Crossing einfach Pech oder waren zur falschen Zeit dort.

Also versuchen wir es noch einmal.

Wir fahren tatsächlich ein zweites Mal dorthin, schauen wieder ins Wasser und ans Ufer und warten darauf, dass sich vielleicht doch noch irgendwo eines zeigt.

Nichts.

aber einen Truck haben wir gesehen
aber einen Truck haben wir gesehen
und spielende Kids in ufernähe
und spielende Kids in ufernähe
und einen Angler
und einen Angler

Wir schaffen es also wirklich, durch einen Nationalpark zu fahren, in dem uns ständig Schilder davor warnen, wegen der Krokodile bloß nicht ins Wasser zu gehen, fahren extra zu einem Ort, der für seine Krokodile bekannt ist – sogar zweimal – und sehen kein einziges.

Läuft bei uns.

auch köder haben keine krokodile beeindruckt
auch köder haben keine krokodile beeindruckt

Aber gut, wir haben ja noch ein bisschen Australien vor uns. Und Krokodile sind schließlich auch nicht die einzigen Tiere auf unserer Wunschliste. Schlangen und Büffel hätten wir zum Beispiel ebenfalls noch anzubieten.

Und weiter nach Jabiru

Anschließend wechseln wir noch einmal die Unterkunft und verbringen zwei Nächte in der Kakadu Lodge in Jabiru. Damit haben wir einen guten Ausgangspunkt für unsere weiteren Touren durch den Nationalpark und holen uns auch noch einmal Informationen dazu, was wir uns hier alles anschauen können.

Unser Pajero bekommt währenddessen ebenfalls immer mehr vom Kakadu National Park ab. Von dem halbwegs sauberen Mietwagen, den uns Rita in Darwin übergeben hat, ist inzwischen nicht mehr allzu viel zu erkennen.

Er ist ziemlich eingesaut.

wie konnte das nur passieren?
wie konnte das nur passieren?

Aber ehrlich gesagt gefällt er uns so fast besser.

ups
ups

So sieht er wenigstens aus, als hätte er tatsächlich etwas von Australien gesehen.

Was sind das für Geräusche?

Bei unserem Manngarre Walk gibt es dann endlich wieder etwas aus der Kategorie Tierwelt.

Schon während wir laufen, hören wir immer wieder ziemlich merkwürdige Geräusche aus den Bäumen. Wir schauen uns um, können aber erst einmal überhaupt nicht erkennen, was da diesen Lärm veranstaltet.

Bis wir irgendwann nach oben schauen.

Und da hängen sie.

erst sehen wir nur eine
erst sehen wir nur eine

Riesige Fledermäuse.

Flying Foxes – Flughunde.

die wollten doch nur ein bisschen abhängen
die wollten doch nur ein bisschen abhängen
wie wir die übersehen konnten
wie wir die übersehen konnten
und es waren so viele
und es waren so viele

Und plötzlich sehen wir nicht mehr nur einen. Wenn man einmal weiß, wonach man suchen muss, hängen die Dinger gefühlt überall in den Bäumen über uns.

Jetzt wissen wir zumindest, woher die merkwürdigen Geräusche kommen. Und bei der Größe fragen wir uns gleichzeitig ein bisschen, wie wir sie überhaupt übersehen konnten.

Die Krokodile, Schlangen und Büffel verstecken sich zwar weiterhin erfolgreich vor uns, aber die Flying Foxes entschädigen zumindest ein bisschen dafür.

Zurück nach Darwin

Nach unseren Tagen im Kakadu National Park machen wir uns schließlich wieder auf den Weg nach Darwin. Für unsere letzten beiden Tage beziehen wir die Alatai Holiday Apartments und auch von unserem mittlerweile ziemlich dreckigen Pajero müssen wir uns verabschieden.

Wir bringen ihn zurück zu Europcar und werfen den Schlüssel ein.

Damit wäre das Thema eigentlich erledigt.

Wenn da nicht noch unsere offene Kaution wäre.

Mal schauen, wann wir die wiedersehen.

Die letzten beiden Tage in Darwin gehen wir etwas ruhiger an. Wir sitzen in Cafés, gehen in einen Pub, trinken ein Bier und kümmern uns zwischendurch um unsere Berichte und Bilder aus Bali. Denn irgendwie reisen wir gerade schneller, als wir mit dem Schreiben und Sortieren hinterherkommen.

Aber ein bisschen Darwin wollen wir natürlich auch noch sehen.

Mindil Beach Sunset Market

Also geht es zum Mindil Beach Sunset Market.

Und der gefällt uns richtig gut.

Es gibt verschiedenstes Essen, kleine Stände, Kunst und Handwerk und direkt daneben den Strand. Vor allem aber gefällt uns die Stimmung. Die Leute schlendern über den Markt, holen sich etwas zu essen und gehen zum Sonnenuntergang an den Strand.

Nach unseren Tagen im Kakadu National Park ist das noch einmal ein völlig anderes Australien. Genau solche Orte mögen wir aber auch: nicht unbedingt, weil man dort eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abhaken kann, sondern weil man einfach ein bisschen mitbekommt, wie sich ein Ort anfühlt.

Darwin fühlt sich an diesem Abend jedenfalls ziemlich gut an.

Unsere ersten Tage in Australien

Und damit sind unsere ersten Tage in Australien tatsächlich schon wieder vorbei.

Wir sind morgens gegen 6 Uhr in Darwin gelandet, haben Rita gesucht und ungeplant einen größeren Pajero bekommen. Kurz darauf haben wir unser erstes Känguru gesehen – leider tot – und anschließend gleich gelernt, dass man sich in Australien vielleicht besser vorher überlegt, wann und wo man einkaufen möchte.

Aus unserem Plan, erst gemütlich das Safari-Zelt zu beziehen und anschließend in Ruhe einkaufen zu fahren, wurden rund 80 Kilometer zurück in genau die Richtung, aus der wir gerade gekommen waren. Dafür warteten am Abend ungefähr zehn Wallabys rund um unser Zelt auf uns. Und ganz nebenbei haben wir auch noch völlig unbeabsichtigt einen Gecko aus Bali nach Australien gebracht.

Wir haben in einer etwas merkwürdigen Unterkunft gefühlt den Altersdurchschnitt gesenkt, in Jabiru übernachtet, uralte Felsmalereien gesehen, über diese unglaubliche Weite geschaut und einen Bus bei Cahills Crossing im Wasser stecken sehen. Beim Manngarre Walk haben wir schließlich noch riesige Flying Foxes über unseren Köpfen entdeckt.

Nur mit unserer eigentlichen Wunschliste läuft es bisher eher so mittel.

Ein lebendes Känguru fehlt noch. Krokodile fehlen, obwohl sie hier angeblich überall sind. Schlangen haben wir auch nicht gefunden und von Büffeln fehlt ebenfalls jede Spur.

Aber gut. Wir haben ja noch ein bisschen Australien vor uns.

Am Freitagabend fliegen wir von Darwin weiter nach Cairns. Dort beginnt dann der nächste Teil unserer Reise – dieses Mal mit einem Camper.

Und wenn wir auf die Karte schauen, liegt da noch ziemlich viel Australien vor uns.

Cheers

Charly & Michel

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