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Bali & Lombok – Step 01: So, da sind wir also

Micha ·

So, da sind wir also. Angekommen auf Bali – das erste Mal hier. Aufgeregt, erschöpft, gespannt und bereit, uns auf etwas völlig Neues einzulassen.

Ankunft auf Bali

Wir kommen am späten Abend am Flughafen in Denpasar an. Noch bevor wir unsere Koffer haben, stellt sich die erste Frage: Was hat es eigentlich mit diesen ominösen 35 Dollar auf sich?

Wir hatten vorher die unterschiedlichsten Dinge gelesen. Manche schrieben, dass man sie bezahlen müsse, andere wiederum nicht. Auch ein Weiterflugticket sollte angeblich verlangt werden. Wir folgen einfach dem Strom, werden freundlich im Land begrüßt, müssen weder 35 Dollar bezahlen noch ein Weiterflugticket vorzeigen und können direkt weiter zur Gepäckausgabe.

Das wäre also geschafft.

Jetzt kommt der schwierigere Teil: ein Taxi zu unserem Hotel.

Dass man bei den Taxifahrern auf Bali handeln muss und die aufgerufenen Preise weit auseinandergehen können, wussten wir. Angeblich stehen die günstigeren Taxis nicht bei der Ankunft, sondern oben beim Abflug. Wir sind allerdings müde und erschöpft und haben eigentlich noch einen Trumpf im Ärmel: Wir hatten mit dem Hotel einen Transfer für 200.000 Rupiah vereinbart. Wir müssen also nur den Mann mit dem Schild finden.

Fuck! Keiner da.

Ein Anruf im Hotel klärt die Sache: Wir hätten die E-Mail noch einmal bestätigen sollen. Haben wir natürlich nicht gemacht. Also doch zu den Taxifahrern.

Wir wollen nach Denpasar zu unserem Hotel, eigentlich gar nicht so weit vom Flughafen entfernt. Der erste Fahrer erklärt uns allerdings, die Strecke sei sehr, sehr weit. Kostenpunkt: 800.000 Rupiah.

Wir fragen weiter. Das Hotel hatte uns gesagt, dass die Fahrt nicht mehr als 250.000 Rupiah kosten sollte. Dieses Wissen hilft uns bei den Fahrern allerdings herzlich wenig. Der Weg sei weit und anstrengend, hören wir immer wieder. Am Ende einigen wir uns auf 350.000 Rupiah.

Kein besonders guter Deal. Zumal unser Fahrer offenbar selbst nicht genau weiß, wo er hinmuss. Gut, dass wir ein Navi dabeihaben.

Unsere ersten Nächte im The Paica

Im The Paica werden wir sehr freundlich begrüßt. Die Zimmer liegen direkt nebeneinander und haben jeweils eine große Glasschiebetür nach draußen. Durch die klimatisierte Luft im Zimmer und die hohe Luftfeuchtigkeit draußen sind die Scheiben komplett beschlagen. Schon daran merken wir: Hier ist einiges anders als zu Hause.

Auch das Bad ist für uns erst einmal ungewohnt. Es ist sauber und funktioniert, wirkt mit den offen verlegten Leitungen, der einfachen Ausführung und der Dusche mitten im Raum aber ziemlich unfertig.

In diesem Moment ist uns das allerdings relativ egal. Wir sind einfach nur froh, endlich im Bett zu liegen – und schlafen nach der langen Anreise sehr gut.

Am nächsten Morgen gibt es Ei mit Toast, Kaffee oder Tee und Wasser. Das Personal ist unglaublich freundlich. Wir beschließen, den Tag ruhig anzugehen, ein wenig die Gegend zu erkunden und unsere nächsten Tage zu planen.

Lombok war von Anfang an fest eingeplant, die Unterkünfte auf beiden Inseln hatten wir bereits vor der Reise gebucht. Wir hatten gelesen, dass Lombok deutlich ruhiger und weniger touristisch sein soll als Bali. Unsere Vorstellung davon ist noch recht vage: schöne Strände, Ruhe und möglichst wenige Touristen. Deshalb wollen wir zuerst Lombok erleben und uns anschließend Bali ansehen.

Die günstigste Möglichkeit, nach Lombok zu kommen, ist die normale Fähre von Padang Bai. Sie kostet pro Person gerade einmal 40.000 Rupiah. Also sprechen wir mit dem Fahrer des Hotels, vereinbaren einen Preis und am nächsten Morgen geht es los.

Mit der normalen Fähre nach Lombok

Am Samstagmorgen fahren wir mit dem Taxi nach Padang Bai. Rund um den Hafen begegnen uns zahlreiche Menschen, die uns Fahrkarten verkaufen wollen – entweder viel zu teuer oder angeblich sogar für Verbindungen, die gar nicht mehr existieren.

Wir gehen deshalb direkt zum Hafen, kaufen unsere Tickets am Schalter und können gleich weiter auf die Fähre.

Auch hier wollen einige Leute unser Gepäck tragen. Wer diese Hilfe nutzen möchte, sollte unbedingt vorher einen Preis vereinbaren und möglichst passend bezahlen können. Ansonsten trägt man seinen Rucksack besser selbst.

Die meisten Touristen fahren mit einem Schnellboot nach Lombok. Wir entscheiden uns bewusst für die normale Fähre, die hauptsächlich von Einheimischen genutzt wird. Sie ist deutlich günstiger, dafür dauert die Überfahrt vier bis fünf Stunden und besonders komfortabel ist sie nicht. Aber genau das nehmen wir in Kauf. Im Moment zählt für uns vor allem, günstig von Bali nach Lombok zu kommen.

Wir haben Glück und erreichen Lombok nach ungefähr vier Stunden.

Diesmal waren wir etwas schlauer und hatten bereits vorher einen Fahrer organisiert. Nach unserer Ankunft werden wir abgeholt und fahren einmal quer über die Insel bis nach Kuta. Dabei bekommen wir schon einen guten ersten Eindruck von Lombok. Es ist deutlich ruhiger als auf Bali, die Landschaft ist großartig und wir genießen die Fahrt.

Vollständig entspannt sind wir trotzdem noch nicht. Solange wir unsere Unterkunft nicht erreicht haben, bleibt immer ein wenig Anspannung.

Wie berechtigt die diesmal ist, merken wir bei unserer Ankunft.

Zimmerchaos im Kuta Circle Homestay

Wir erreichen das Kuta Circle Homestay am Abend, abgekämpft und schon wieder ziemlich müde.

In der Unterkunft war offenbar jemand krank gewesen, weshalb die Buchungen einige Tage lang nicht richtig beachtet wurden. Da man hier auch spontan einchecken und seinen Aufenthalt verlängern kann, ist das von uns gebuchte Zimmer plötzlich belegt.

Nach der langen Anreise haben wir weder die Kraft noch die Lust, jetzt noch lange zu diskutieren. Viel dringender ist ohnehin die Frage, wo wir überhaupt schlafen sollen.

Als Notlösung bekommen wir ein anderes Zimmer, das zwar zur Unterkunft gehört, normalerweise aber gar nicht vermietet wird. Es ist noch nicht fertig und momentan schläft dort der Nachbar. Für uns räumt er das Zimmer – gereinigt wird es dazwischen allerdings nicht.

Es gibt keine Klimaanlage, kein Waschbecken und keine frische Bettwäsche. Die Matratze ist stark verschmutzt und im Zimmer steht die Hitze.

Wir sind müde, enttäuscht und ehrlich gesagt ziemlich entsetzt. Besonders froh sind wir in diesem Moment über unsere Hüttenschlafsäcke. Direkt auf dieser Matratze möchten wir wirklich nicht schlafen.

Eine andere Unterkunft suchen wir trotzdem nicht mehr. Unser Fahrer ist bereits weg, wir sind vollkommen erschöpft und haben mehrere Nächte gebucht. Außerdem wird uns zugesagt, dass wir am nächsten Tag in ein anderes Zimmer umziehen können.

Also bleiben wir.

Hier könnt ihr euch unsere Roomtour durch das erste Zimmer ansehen.

Burger und Armbänder im Drifters

Bevor wir uns dieser Nacht stellen, gehen wir noch hinunter nach Kuta und essen im Drifters. Dort gibt es Burger und viele andere Sachen. Ich bestelle natürlich den Burger und werde nicht enttäuscht. Charly isst etwas anderes. Auf jeden Fall keinen Burger.

Während wir essen, kommen immer wieder kleine Kinder an unseren Tisch und möchten uns Armbänder verkaufen. Das ist für uns eine der ersten Situationen, in denen wir merken, dass hier nicht nur Landschaft, Wetter und Unterkünfte anders sind als zu Hause. Auch beim Abendessen lässt sich das Leben außerhalb der touristischen Kulisse nicht einfach ausblenden.

Die Nacht ist heftig. Das Zimmer ist heiß, wir fühlen uns nicht wohl und wirklich schlafen können wir kaum.

Pancakes und das nächste Zimmerproblem

Am nächsten Morgen freuen wir uns umso mehr über das Frühstück. Zur Auswahl stehen Omelett, Pancakes oder Spiegelei, jeweils mit Toast. Kaffee und Tee gibt es natürlich ebenfalls.

Besonders gut findet Charly, dass man sich nach dem Frühstück noch selbst weitere Bananen-Pancakes backen kann. Ich sehe die Sache etwas skeptischer, denn der Pancake-Teig steht währenddessen ungeschützt in der Sonne.

Geschmeckt haben die Pancakes trotzdem.

Unser Zimmer ist noch nicht frei. Also gehen wir erst einmal an den Strand und genießen die Sonne und das Meer.

Als wir am Nachmittag zum Homestay zurückkommen, wartet allerdings schon das nächste Problem auf uns: Der Gast, der eigentlich nur eine Nacht bleiben wollte, hat es sich anders überlegt und verlängert seinen Aufenthalt. Damit ist unser Zimmer weiterhin belegt.

Wir bekommen erneut ein anderes Zimmer angeboten. Offenbar ist auch das nicht das Zimmer, das wir ursprünglich gebucht hatten. Aber es ist recht sauber, etwas größer und hat vor allem eine Klimaanlage.

Nach der ersten Nacht fühlt sich das bereits wie ein gewaltiger Fortschritt an.

Wir beziehen das Zimmer, schalten die Klimaanlage ein und packen wieder aus. Immerhin haben wir hier drei Nächte gebucht. Ganz vergessen ist das Hin und Her nicht, aber wir können den Ärger jetzt erst einmal abhaken und Lombok genießen.

Auch vom zweiten Zimmer gibt es eine kurze Roomtour.

Am Abend gehen wir wieder nach Kuta und essen diesmal im Warung Flora. Die selbst gemachten Säfte sind richtig gut und auch das Essen überzeugt uns. Langsam sieht die Welt wieder etwas besser aus.

Mit dem Scooter zu den Stränden rund um Kuta

Kuta liegt an der Südküste Lomboks und ist ein guter Ausgangspunkt, um die Strände und Buchten der Umgebung zu erkunden. Die Gegend ist besonders bei Surfern beliebt, fühlt sich für uns aber noch deutlich ruhiger und weniger erschlossen an als vieles, was wir auf Bali erwarten.

Die zweite Nacht ist deutlich angenehmer und auch das Frühstück schmeckt wieder. Als Entschädigung für das ganze Zimmerchaos dürfen wir kostenlos einen Scooter nutzen.

Also schnappen wir uns einen und fahren von Kuta aus in Richtung Westen. Unser Ziel sind der Mawun Beach und der Selong Belanak Beach.

Schon die Fahrt ist ein Erlebnis. Die Landschaft, die Aussichten und das Wetter machen richtig Spaß. Die Straße führt uns durch die grüne Hügellandschaft der Südküste und immer wieder eröffnet sich der Blick auf das Meer.

Unterwegs brauchen wir Benzin. Eine klassische Tankstelle ist allerdings nicht nötig: Am Straßenrand wird der Kraftstoff in kleinen Flaschen verkauft. Also halten wir an, kaufen eine Flasche Benzin und weiter geht es.

Der Mawun Beach liegt in einer fast hufeisenförmigen Bucht, eingerahmt von grünen Hügeln. Der Selong Belanak Beach ist deutlich weitläufiger und für seine sanfteren Wellen bekannt, weshalb hier viele Surfanfänger ihre ersten Versuche starten.

Die Strände sind klasse. Es ist zwar etwas mehr los, als wir erwartet hatten, und gegen Ende spielt das Wetter nicht mehr richtig mit. Trotzdem genießen wir den Ausflug und verbringen einen wunderschönen Tag.

Nasi Goreng mit besonderem Unterhaltungsprogramm

An einem der Strände entdecken wir ein kleines Warung direkt am Meer und bestellen dort Nasi Goreng. Viel besser kann eine Mittagspause eigentlich kaum sein: Wir sitzen direkt am Strand, essen und beobachten das Leben um uns herum.

Besonders interessant findet uns offenbar der kleine Sohn der Besitzerin. Er ist vielleicht zwei oder drei Jahre alt, läuft immer wieder an unserem Tisch vorbei und bestaunt uns aus sicherer Entfernung.

Irgendwann bleibt er plötzlich stehen.

Offenbar muss er mal.

Zum Glück nur das kleine Geschäft. Allerdings direkt im Stehen, direkt auf den Boden und direkt im Warung.

Das Problem wird vollkommen pragmatisch gelöst: Ein wenig Sand darüber, zusammenfegen, fertig.

Wir schauen uns kurz an und essen dann weiter.

Andere Länder, andere Sitten.

Ein Tag mit Rahman

Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück pünktlich um neun Uhr los. Rahman holt uns ab und begleitet uns den ganzen Tag.

Schon während der Fahrt merken wir, dass er weit mehr ist als nur unser Fahrer. Er achtet darauf, wie es uns geht, fragt immer wieder nach, erzählt uns viel über Lombok und passt bei den Preisen auf, damit wir nicht unnötig viel bezahlen.

Er zeigt uns Bilder von anderen Touren und erzählt auch ein wenig aus seinem eigenen Leben. Rahman arbeitet als Taxifahrer und kennt die Insel sehr gut.

Er ist offen, freundlich, interessiert und hilfsbereit. Einfach ein toller Typ.

Zu Besuch in Sasak Ende

Unser erster Halt ist Sasak Ende, ein traditionelles Dorf auf Lombok, in dem ungefähr 100 Menschen leben. Uns wird gezeigt, wie die Häuser gebaut werden, wer dabei hilft und wie schnell ein solches Haus entstehen kann. Im Dorf stehen mehrere Reisspeicher. Wenn gerade keine Reisernte ist, werden Tücher gewebt und verkauft.

Rahman erzählt uns, dass er mit seinen Eltern selbst in einem solchen Haus aufgewachsen ist. Dadurch fühlt sich das, was wir sehen, gleich noch einmal persönlicher an.

Trotzdem sind unsere Gefühle bei diesem Besuch etwas zwiegespalten. Vieles wirkt stark auf Touristen ausgerichtet. Teilweise haben wir das unangenehme Gefühl, durch das Dorf zu laufen und das Leben der Menschen wie in einem Zoo zu betrachten.

Die Bewohner selbst wirken dabei allerdings recht gelassen. Außerdem ist uns bewusst, dass die Besuche und der Verkauf der gewebten Tücher für sie eine wichtige Einnahmequelle sind. Wir haben durchaus den Eindruck, dass zumindest ein Teil des Geldes auch im Dorf ankommt.

Ganz eindeutig lässt sich dieser Besuch für uns trotzdem nicht einordnen. Interessant ist er auf jeden Fall.

Charly muss weben – und wir heiraten noch einmal

Anschließend wird Charly in die Kunst des Webens eingeführt. Uns wird erklärt, dass eine Frau traditionell erst heiraten darf, wenn sie weben kann.

Charly stellt sich zum Glück ganz gut an. Falls wir auf Bali doch noch Work and Travel machen müssen, hätten wir damit zumindest schon einmal eine mögliche berufliche Grundlage.

Danach kommen wir natürlich nicht darum herum, traditionelle Hochzeitskleidung anzuziehen. Das Ganze ist schon ziemlich touristisch inszeniert, aber wir haben trotzdem Spaß dabei.

Schließlich haben wir erst vor ungefähr einem Monat kirchlich geheiratet – und stellen unser Hochzeitsfoto nun auf Lombok einfach noch einmal in traditionellen Gewändern nach.

Ein zweites Hochzeitsbild hatten wir zu diesem Zeitpunkt jedenfalls nicht eingeplant.

Drei Wasserfälle in einer Stunde

Rahman kennt allerdings kein Halten. Nach dem Dorf geht es weiter zu den Wasserfällen.

Dort erfahren wir, dass wir die Tour nur mit einem Guide machen können. Drei Wasserfälle in einer Stunde sollen es sein.

Nicht mit uns. Wir brauchen definitiv länger.

Unser Guide Harrys ist gut gelaunt, kennt sich bestens aus und übernimmt nebenbei auch noch die Rolle des Fotografen. Er schnappt sich unsere Kamera und macht unterwegs einige richtig gute Fotos von uns.

Es geht hoch und hoch und hoch. Manchmal auch ein Stück hinunter, aber gefühlt hauptsächlich hoch. Der Weg führt durch den Dschungel, und irgendwann sehen wir sogar die Affen, die wir vorher immer nur gehört haben.

Natürlich liegt mein Graufilter währenddessen im Auto. Damit hätte ich an den Wasserfällen deutlich bessere Fotos machen können. Dass er fehlt, fällt mir aber glücklicherweise erst hinterher auf.

Vielleicht ist das auch besser so.

Ankommen im Teras Lombok Bungalow

Nach den Wasserfällen fahren wir weiter nach Mangsit, etwas nördlich von Senggigi. Rahman bringt uns sicher zu unserer nächsten Unterkunft: dem Teras Lombok Bungalow.

Es ist die teuerste Unterkunft unserer zwei Wochen auf Bali und Lombok – und nach dem Zimmerchaos in Kuta eine echte Wohltat.

Die Anlage besteht aus fünf großen Bungalows, die rund um einen Pool liegen. Unser Zimmer ist richtig schön, hat eine Klimaanlage, warmes Wasser, eine Toilette und sogar ein Waschbecken. Vor allem werden wir unglaublich herzlich empfangen.

Kuta und die Gegend dort haben uns bereits gut gefallen. Das Teras Lombok ist aber noch einmal schöner. Es ist nicht nur das tolle Zimmer oder der Pool in der Mitte der Anlage, sondern das gesamte Gefühl hier.

Essen können wir entweder unten am Strand oder in einem der Warungs an der Straße. Die Preise sind etwas höher als in Kuta, was vermutlich an den großen Hotels in der direkten Umgebung liegt.

Bali Belly auf Lombok

Eigentlich wollen wir einen Ausflug nach Gili Air oder Gili Meno machen und dort einen entspannten Tag verbringen. Doch Charly geht es plötzlich nicht gut.

Der Magen meldet sich – Bali Belly.

Wir haben vor der Reise einiges darüber gelesen und wissen deshalb recht schnell, womit wir es vermutlich zu tun haben.

Natürlich denken wir auch kurz an das Nasi Goreng im kleinen Warung am Strand und an das besondere Unterhaltungsprogramm des kleinen Sohnes.

Ob es wirklich damit zu tun hat?

Who knows.

Natürlich hätten wir auf das Bali Belly trotzdem gut verzichten können. Wenn es Charly aber schon erwischen muss, dann haben wir dafür wenigstens einen ziemlich guten Ort gefunden.

Wir bleiben in der Unterkunft und verbringen mehr Zeit im Zimmer und am Pool direkt davor. Charly kann schlafen und sich erholen, während ich ein wenig an unserem Bericht schreibe.

Zum Glück geht es ihr schon bald wieder besser.

Ein Elektrolytgetränk von Rahman

Am nächsten Morgen holt uns Rahman ab und bringt uns zurück zur Fähre. Charly ist nicht mehr krank. Vor der vierstündigen Überfahrt ist uns trotzdem etwas bange. Was, wenn es ihr auf der Fähre plötzlich wieder schlechter geht?

Unterwegs hält Rahman noch an einem 7-Eleven. Er geht hinein und kauft für Charly ein Getränk, das nach seiner Aussage gut nach dem Bali Belly sein soll. Was genau es ist, wissen wir nicht. Vermutlich irgendein Elektrolytgetränk.

Rahman bezahlt es sogar selbst.

Das passt einfach zu ihm: Er bringt uns nicht nur von einem Ort zum nächsten, sondern achtet wirklich darauf, wie es uns geht. Und offenbar weiß er auch, was man nach einem Bali Belly braucht.

Geschadet hat das Getränk jedenfalls nicht.

Zurück nach Bali

Schließlich nehmen wir erneut die normale Fähre und nicht eines der Schnellboote, mit denen die meisten Touristen unterwegs sind. Das bedeutet wieder deutlich weniger Komfort und ungefähr vier Stunden auf dem Wasser. Dafür sparen wir einiges an Geld.

Die Sorge ist zum Glück unbegründet. Charly verträgt die Überfahrt recht gut und wir erreichen Padang Bai ohne größeres Problem.

Von dort geht es weiter nach Ubud.

Nach den ruhigen Stränden auf Lombok, dem Zimmerchaos in Kuta, unserem Tag mit Rahman, den Wasserfällen und ein paar unfreiwillig ruhigen Stunden im Teras Lombok sind wir gespannt, was uns dort erwartet.

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