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Take a Step: And So the Journey Begins

Micha ·

Unsere große Reise beginnt

Und wir sind ziemlich aufgeregt.

In den vergangenen Wochen und Monaten ist so viel passiert, dass es unser ganzes Leben auf den Kopf gestellt hat. Charly und ich spielten schon seit Anfang des Jahres mit dem Gedanken, unseren Hauptwohnsitz wieder in die Heimat zu verlegen. Wir wollten wieder näher bei unserer Familie und unseren Freunden sein.

Für meinen Job hätte ich dann pendeln müssen, aber das wäre für uns beide eher nebensächlich gewesen. Doch dann sollte alles anders kommen.

Nach fast zehn Jahren in derselben Company hat man viel erlebt und viele Menschen kommen und gehen sehen. Eine ehemalige Kollegin sprach einmal von der persönlichen Schmerzgrenze. In diesem Jahr war es dann so weit: Meine war erreicht.

Nach langem Überlegen, dem Abwägen aller Risiken und vielen Gesprächen mit unserer Familie trafen wir eine Entscheidung. Meinen Job, den ich am 1. September 2016 genau zehn Jahre gehabt hätte, hängte ich an den Nagel. Charly kündigte ebenfalls und wir gaben unsere Wohnung und damit unser bisheriges Leben auf. Auch Charlys Auto "Joe", ein marsroter Ford Fiesta wurde zu Geld gemacht.

Aber was dann?

Wir beschlossen, genau das zu tun, wovon wir schon seit einigen Jahren geträumt hatten. Bis dahin hatte es immer zu viele Dinge gegeben, die uns davon abhielten.

Also suchten wir keine neue Wohnung, sondern lagerten unsere persönlichen Sachen ein. Wir suchten keine neuen Jobs, sondern meldeten uns beim Arbeitsamt an – und direkt wieder ab.

Wir sind weg – und zwar für länger

Unser nächster Weg führte uns nach Gießen ins Reisebüro von STA Travel. Eines stand für uns von Anfang an fest: Wir wollten auf jeden Fall nach Neuseeland.

Also saßen wir plötzlich vor einer Weltkarte und wurden gefragt: „Wo wollt ihr denn hin?“

Nichts einfacher als das. Nach Neuseeland natürlich. Aber wohin davor? Und wohin danach?

Der Plan war dann relativ schnell gefasst: Wir wollten nach Bali, Australien und anschließend für längere Zeit nach Neuseeland.

Charly beantragte dafür ein Work-and-Travel-Visum. Damit konnte sie nicht nur bis zu einem Jahr in Neuseeland bleiben, sondern dort auch arbeiten. Perfekt!

Bei mir war die Sache etwas schwieriger. Für das Work-and-Travel-Visum war ich bereits zu alt. Ich konnte bei der Einreise deshalb nur ein normales Visum für drei Monate bekommen. Danach musste ich das Land wieder verlassen, bevor ich für weitere drei Monate zurückkehren konnte.

„Easy“, dachten wir. Dann fliegen wir eben zwischendurch auf die Fidschi-Inseln und machen dort Urlaub.

Ganz so einfach war das Thema mit meinem Visum am Ende allerdings nicht. Aber dazu vielleicht später noch mehr.

Flüge, Versicherungen und viel zu viel Gepäck

Plötzlich gab es ziemlich viel zu organisieren: Reiserücktritt, Reiseabbruch, Auslandskrankenversicherung und natürlich die gesamte Flugroute.

Wir buchten alles über STA Travel. Sicher hätten wir uns auch wochen- oder monatelang mit verschiedenen Routen beschäftigen und sämtliche Flüge einzeln buchen können. Vielleicht hätten wir dabei sogar ein paar Euro gespart. Für uns war es aber beruhigend, einen festen Ansprechpartner zu haben. Außerdem konnten wir die großen Flüge später noch verschieben.

Nachdem alles gebucht und unsere Eltern davon überzeugt waren, dass diese Entscheidung wirklich eine gute Idee ist, fingen wir an, Listen zu schreiben.

Was wollen wir sehen? Wo werden wir übernachten? Was müssen wir mitnehmen? Und wie machen wir das eigentlich mit dem Gepäck?

Wir entschieden uns für unsere Wanderrucksäcke. Zusätzlich bekam jeder von uns noch eine Reisetasche mit Rollen.

Zu viel Gepäck?

Ja, definitiv. Aber das merkten wir natürlich erst später.

Abschied von unserem alten Leben

Bevor es losging, nahmen wir Abschied von unseren Freunden. Im August feierten wir außerdem noch unsere lange geplante Hochzeit.

Langsam wurde uns bewusst, was es eigentlich bedeutet, für eine längere Zeit nur das bei sich zu haben, was man selbst tragen kann. Der Abschied von unseren Arbeitskollegen, Freunden und natürlich von unserer Familie fiel uns schwer.

Gleichzeitig fühlte er sich aber auch erleichternd an.

Wir wussten: Jetzt beginnt etwas ganz Neues.

Wo sind wir gerade?

Während ich diesen ersten Beitrag schreibe, sitzen wir bereits auf Lombok. Draußen ist es tropisch warm, die Luft ist feucht und alles fühlt sich noch ungewohnt an.

Hinter uns liegen die ersten Tage auf Bali: volle Straßen, unzählige Motorroller und der Geruch von Räucherstäbchen, der vielerorts in der warmen Luft hing. Dazu kamen Palmen, fremde Geräusche und immer wieder dieses Gefühl, nun wirklich sehr weit weg von zu Hause zu sein.

Lombok wirkt nach unseren ersten Eindrücken auf Bali deutlich ruhiger. Den heutigen Tag haben wir uns bewusst freigehalten, um endlich einige Berichte für unseren Blog zu schreiben.

Charly arbeitet noch immer daran, unsere Neuseeland-Berichte aus dem Jahr 2014 zu digitalisieren. Damals hatten wir unsere Erlebnisse noch mit Stift und Papier festgehalten und nicht einmal daran gedacht, irgendwann einen eigenen Reiseblog zu führen.

Ich möchte heute noch unsere ersten Eindrücke von Bali zu Papier bringen und einige wirklich tolle Bilder mit euch teilen.

Und natürlich müssen wir uns weiterhin mit dem Blog selbst beschäftigen. Profis sind wir darin nämlich ganz sicher noch nicht.

Begleitet uns gerne weiter auf unserer Reise. Wenn euch etwas fehlt oder ihr Tipps und Informationen für uns habt, schreibt uns einfach einen Kommentar.

Bis bald

Micha

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