Wie haben wir unseren Camper gefunden?

Ja wie haben wir eigentlich unseren Camper „Arthur“ gefunden? Naja das war gar nicht so einfach. Wir haben eigentlich seit Monaten schon immer nach Campern geschaut. Selbst als wir noch in Deutschland waren, aber so weit im Voraus macht es eigentlich keinen Sinn. Von Bali und Australien aus wurde unsere Suche dann immer intensiver. Wir haben also schon recht viele Camper kommen und gehen sehen.

Intensive Suche

Nachdem wir am Mittwoch Morgen in Auckland angekommen waren, hat es uns so in den Fingern gejuckt, das wir am Freitag Mittag kurzerhand nach Tauranga gefahren sind, da dort mehrere Camper standen, die wir interessant fanden.

Das eine war ein Toyota Hiace, wie wir ihn schon die Wochen davor in Australien gefahren sind. Allerdings war dieses Modell nun wirklich schon ziemlich runter. Die Decke hing durch und es gab wirklich viel zu tun.

Als Notfall Alternative, falls wir wirklich nichts anderes finden würden, käme er vielleicht gerade so in Frage. Allerdings sind die Preise, selbst für so alte Camper in Neuseeland echt kein Spaß!

Die anderen beiden „Camper“ waren kleine Trucks. Also richtig mit Führerhaus und hinten drauf war dann ein Container. Da mussten wir auch nicht lange überlegen. Die waren beide raus.

Als wir dann Abends wieder, recht niedergeschlagen, in Auckland an kamen haben wir uns noch mal an die Laptops gesetzt und alle Camper angeschaut die in Auckland und Umgebung zu haben waren. Dabei sind wir dann nochmal auf diesen einen Camper aufmerksam geworden, den wir bereits schon zweimal von unserer Liste gestrichen hatten. Da es aber der einzige war, der unseren Ansprüchen irgendwie entgegen gekommen ist, haben wir uns dazu entschieden ihn am nächsten Tag anzusehen.

Am Samstag Nachmittag sind wir dann also mit einem meiner Cousins nach Manukau City gefahren. Nach gut 20 Minuten standen wir dann vor diesem Camper. Von außen machte er einen super Eindruck. Auch Haus und Vorgarten des Besitzers sahen gepflegt und ordentlich aus. (Ich finde das macht auch sehr viel aus)

Wir haben uns das Auto also angeschaut, von innen und außen. Wobei er von aussen für unseren Geschmack weitaus besser aussah als von innen.

Nach einer kurzen Probefahrt sind wir dann auch wieder zurück nach Auckland. Dort haben wir dann erst mal allen von unserer Camper Besichtigung erzählt. Beim erzählen ist mir dann klar geworden, dass das der Camper sein wird, in dem wir Neuseeland entdecken. Mein Onkel hat dann noch mit einem Bekannten abgemacht, das er sich das Auto nochmal gemeinsam mit uns anschaut.

 

Ist er der richtige für uns?

Am Sonntag Mittag sind wir dann nochmal nach Manukau gefahren. Wir hatten ein nettes Gespräch mit dem Besitzer, während mein Onkel gemeinsam mit seinem Bekannten eine Probefahrt machte. Gespannt warteten wir auf die Meinung des Bekannten meines Onkels, er kennt sich schließlich mit Autos aus und kann diese auch reparieren. Nach der Probefahrt sagte er, dass es ein fairer Preis für dieses Auto ist.

Jetzt mussten wir uns nur noch dazu entscheiden, dieses Auto zu kaufen. Doch das ging dann relativ schnell. Genau wie der Kaufprozess dann selber. Wir haben ja im August erst unser Auto verkauft, natürlich mit Vertrag und allem drum und dran. Naja hier geht das alles etwas einfacher. Wir haben Arthur (dem Verkäufer) unsere Adresse gegeben und das Geld auf sein Konto überwiesen. Dann gab es eine Schlüsselübergabe, eine kurze Einweisung in den Camper und schon konnte es losgehen.

Die Camper Renovierung

Wir hatten nach dem Kauf sogar noch ein bisschen Geld über uns mussten noch etwas am Camper arbeiten damit wir uns in ihm wirklich wohl fühlen. Auf unserer Liste standen: Streichen (!!!), neue Vorhänge und neuer Boden. Ausserdem wollten wir uns neues Geschirr und Besteck kaufen, da dieses einfach total zusammen gewürfelt war und ich war mir nicht sicher ob wir so lange Zeit wirklich nur aus Plastik Bechern und von Melanin Geschirr essen wollen.

Beim Gespräch mit der Familie haben sie uns gesagt, dass sie noch Farbe vom Streichen in der Garage stehen haben uns das wir diese gerne verwenden können. Das Angebot haben wir direkt angenommen, denn so wussten wir wie die Farbe auf großer Fläche aussieht und wir mussten uns nicht entschieden welche wir nehmen 🙂

Am Montag morgen ging es dann auch schon los, Michel hat alle Türen und Schubladen „ausgebaut“ da wir diese beim Streichen natürlich nicht im Weg haben wollten. Als wir uns Türen und Co dann genauer angeschaut haben, ist uns die Idee gekommen diese mit DCFIX zu bekleben, das ist eine super Idee, war allerdings nicht so leicht zu finden und zwei Meter der Klebefolie kosten 20$. Naja aber wir wollten es ja schön haben.Also haben wir auch angefangen die Wände abzuschmirkeln dieses dann aber doch irgendwann gelassen da diese grüne Farbe schrecklichen Schmutz hinterlassen hat. Dann wurde die Farbe geholt und am Abend waren wir dann auch schon fertig mit streichen.

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Raumausstatter Kind

Da ich aus einer Raumausstatter Familie stamme war für mich der Anblick des Bodens und auch der Gardinen besonders schlimm. Wir haben uns also auch noch dazu entschieden den Alten PVC herauszumachen und neuen reinzulegen. Der Boden war nicht nur total abgewohnt, es waren auch zwei verschiedene Beläge im Auto verlegt. Also nichts wie los zum nächsten Baumarkt, dort haben wir dann einen Boden gefunden der uns beiden gut gefällt. Ausser dem Boden haben wir noch mehrere Rollen doppelseitiges Klebeband mitgenommen, schließlich muss der Boden ja auch irgendwie halten

Wir haben alle Teile des alten Bodens entfernt und diesen dann auf den neuen Boden gelegt, damit wir eine Schablone haben wie der Boden sein muss. Nachdem alle Teile des PVC’s ausgeschnitten waren haben wir das Klebeband nicht besonders sparsam auf dem Boden verteilt. Stück für Stück natürlich. Der Punkt „Boden“ konnte noch am selben Nachmittag von unserer To do List gestrichen werden. Abends haben wir dann gemeinsam mit der Familie gegessen, dabei haben wir darüber gesprochen wo wir Gardinen herbekommen. Meine Tante konnte uns einen Tipp geben und so wussten wir, wo wir am nächsten Morgen hinfahren wollten.

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Nach einer ganzen Weile der Beratung hatten wir uns dann für fertige Gardinen entschieden, die allerdings noch auf die richtige Länge gekürzt werden mussten. Die Damen im Gardinenladen sagten uns, dass sie diese leider nicht kürzen können, bzw das sie erst in drei Wochen dafür Zeit haben. Wir haben die Gardinen trotzdem mitgenommen, weil wir wussten, dass meine Tante eine Nähmaschine hat, die allerdings nicht funktioniert. Als am Abend dann alle in ihre Betten verschwunden war, hat Michel seinen Vater via Video Telefonie angerufen, der ihm dann genau gesagt hat was er machen muss. Was soll man sagen, die Nähmaschine funktioniert und wir haben tolle Gardinen im Camper hängen.

Den Rest der uns sonst noch fehlt haben wir dann noch in diversen Geschäften gekauft, den Großteil beim Warehouse. Und schon konnten wir gemeinsam mit „Arthur“ Neuseeland entdecken.

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal

Charly

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