Neuseeland – Whanganui und Wellington

Wellington

Nachdem wir nun mehrere Tage in Plymouth und am Mount Taranaki verbracht haben, geht die Reise für uns nun weiter nach Wellington. Die Fähre, die uns auf die Südinsel Neuseelands bringt geht am 8. Januar, also haben wir noch ein paar Tage Zeit.

Uns geht’s gut

Wir fahren nach Whanganui, dort machen wir nicht wirklich viel, wir lassen es uns einfach gut gehen.

Nachdem wir dort eine Nacht auf einem freien Campingplatz direkt in der Stadt verbracht haben gehen wir am nächsten Mittag ins Schwimmbad. Man muss sich ja auch mal was gönnen, also schwimmen wir ein paar Bahnen, danach geht es zum entspannen in den Hot Pool und zum Abschluss wird natürlich noch richtig lange geduscht.

Es ist hier nicht immer leicht in Neuseeland eine gut bezahlbare Dusche zu finden. Aber für den Notfall haben wir ja unsere eigene Solar Dusche dabei. Und mal ehrlich, hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht wo man in Deutschland duschen gehen kann?

Wie schon erwähnt, lassen wir es uns in Whanganui richtig gut gehen. Abends sind wir dann nämlich richtig Essen gegangen. Also nicht in einen Burger Laden oder eine andere Kette. Diesmal haben wir uns ein richtig leckeres Essen beim Japaner gegönnt.

Die Einrichtung war sehr schlicht aber gradlinig und das Essen war wirklich so gut, wie es bei Trip advisor angepriesen wird. Vorweg teilten wir uns eine Sushi Roll danach gab es für Michel ein Bento und für mich gab es ein Calamari Curry.

Ach ja, das war wirklich gut. Falls wir nochmal hier vorbei kommen, sollten wir uns überlegen hier nochmal hinzu gehen.

Auf geht’s nach Wellington

Am nächsten Tag ging die Fahrt dann weiter Richtung Wellington. Auf dem Weg wurde uns klar, warum man von „Windy Wellington“ spricht. Ich sage nur High Top! Unser Camper Arthur ist ja wirklich so hoch, das wir beide darin stehen können, das ist wirklich super. Allerdings sind wir so nicht besonders Windschnittig und merken jede kleine Böhe. Aber wir haben es uns ja so ausgesucht.

Aber hier hat es uns dann erwischt, zwischendurch kamen wir leider nicht so gut vorwärts wie wir es gerne gahabt hätten, wir standen im Stau! Und das mehrere Stunden. Stau ist wirklich immer doof, da ist es egal ob du in Deutschland oder Neuseeland bist. Wir standen und rollten da also nun, bestimmt zwei Stunden und keine Besserung in Sicht. Doch von jetzt auf gleich war alles weg, der Stau hatte sich in Luft aufgelöst und wir haben keine Ahnung woran es lag, das wir zwei Stunden nicht wirklich weiter gekommen sind. Naja ist ja eigentlich auch egal. Jetzt konnte es endlich weiter gehen nach Wellington.

Wir hatten uns im Vorfeld schon einen Platz ausgesucht mit dem wir (dank dem Self Containd Certifikat) kostenlos stehen können. Der Platz liegt direkt am Hafen und verfügt über zwei Toiletten und eine Dump Station, wo man das Abwasser entsorgen und neues Wasser tanken kann.

Also ein wirklich feiner Platz. In fußläufiger Entfernung befindet sich auch ein Schwimmbad. Dieses mal sind wir aber nicht schwimmen gegangen. Hier haben wir nur die Duschen benutzt.

Erstes erkunden der Stadt

Am nächsten Morgen haben wir uns ein Uber bestellt und haben uns in die Stadt fahren lassen. Als wir im Victoria Tunnel waren hupten sehr viele Autos. Das ist uns schon aufgefallen als wir mit Arthur durch den Tunnel gefahren sind. Unser Fahrer hat wahrscheinlich unsere fragenden Blicke mitbekommen und uns dann erklärt, warum hier alle hupen. Bei den Bauarbeiten des Tunnels ist wohl damals ein Mann ums Leben gekommen, um diesen zu grüßen und um ihm zu Gedenken/Ehren Hupen die Leute wenn sie durch den Tunnel fahren.

Unser Fahrer grüßt uns zum Abschied, nachdem er uns in der Stadt rausgelassen hat. Wir erlaufen uns die Stadt also erstmal. Wir haben die Laptops im Gepäck und gehen die Cuba Street auf und ab. Da war schon einiges los. Es ist Freitag und am Abend soll hier ein Night Market stattfinden. Wir freuen uns darüber, gehen in ein Cafe und vertreiben uns dort die Zeit bis der Markt anfängt mit arbeiten. Nebenbei essen wir noch eine Kleinigkeit, das Frühstück ist ja schon ne Weile her.

Als wir dann fertig sind mit all dem, was wir erledigen wollten machen wir uns auf den Weg in Richtung Night Market. Wir laufen eine Runde über den kleinen Markt und stellen fest, dass es ein Fehler war etwas in dem Cafe zu essen. Natürlich es hat geschmeckt aber… der Markt besteht zu 90% aus Essensständen…wie ärgerlich. Naja das wissen wir dann fürs nächste mal.

Der Rückweg

Ja wir hatten es uns natürlich leicht machen können und uns auch für den Rückweg ein Uber bestellen können, aber das sind nicht wir. Wir hatten uns den Weg angeschaut und beschlossen zurück zu laufen. Also nichts wie los. Wir machten uns auf dem Weg immer weiter den Berg hoch. Auf der andern Seite vom Berg ist es dann nicht mehr weit zum Parkplatz. Wir laufen immer weiter bis wir plötzlich vor einem Tunnel stehen. Tolle Freunde, all unsere Apps wollten uns zu Fuß durch einen Tunnel schicken, der nur für Busse erlaubt war. Naja wir mussten also wirklich den ganzen Mount Victoria hochlaufen, also haben wir so noch eine kleine aber feine Wandertour mitten in Wellington eingelegt. Das war alles halb so schlimm, aber nunmal nicht das mit dem wir gerechnet haben.

Weta Cave

Von unserem Stellplatz aus konnten wir den Weta Schriftzug sehen, das nahmen wir dann am nächsten Tag direkt zum Anlass und liefen zur Weta Cave. Es dauerte zwar eine Weile, bis wir da waren, aber uns läuft ja nichts davon. Das dachten wir zumindest. Da wir nicht vorgebucht hatten und am gleichen Abend die Fähre auf die Südinsel nehmen wollten hatten wir keine Möglichkeit uns kurzfristig einer Führung anzuschließen. Da ist wirklich vieles vorher ausgebucht. Wir wollen das vielleicht beim nächsten mal machen. Also bitte merken, wer eine Tour machen möchte, sollte diese am besten vorbuchen, oder eben genug Zeit mitbringen.  Die Touren sind aber sehr zu empfehlen. Wir haben mit einigen gesprochen die die dort eine Tour gebucht hatten und alle waren eben absolut begeistert. Weta ist eben nicht nur Herr der Ringe oder Der Hobbit.

Für den Rückweg zu Arthur haben wir uns dann wieder für ein Uber entschieden.

Ab in den Süden

Wir waren mitlerweile etwas aufgeregt, da es jetzt endlich in den Süden ging. Ausserdem mussten wir Arthur noch vorbereiten, das bedeutet: Das Abwasser ausleeren und die Wassertanks wieder füllen. Wir wollten schließlich gut vorbereitet starten und nicht die erste Dump Station auf der Südinsel anfahren müssen.

Um die Wartezeit zu vertreiben wollten wir unser Auto in der Nähe der Fähre parken und dann noch mal in die Stadt gehen. Allerdings konnten wir Arthur schon in die Check in Reihe parken und dann im Gebäude der Bluebridge unsere Zeit vertreiben. Dort gab es kostenfreies Wifi und wir konnten etwas arbeiten. Nachdem wir uns dann in Arthur noch eine Kleinigkeit zu Essen gemacht haben konnten wir das Bett schon aufbauen um dann auf die Fähre zu fahren. Auf der Fähre angekommen haben wir zum Glück noch einen Platz gefunden, an dem wir auch Storm hatten. Also konnten wir unseren Mehrfachstecker einstöpseln und alle möglichen Gerätschaften laden.

Die Sonne war gerade dabei unterzugehen, als wir den Hafen von Wellington verließen. Das war der Moment in dem wir unsere „Marlborough Sea Salt and Caramel Brittle in Milk Chocolate“ genießen konnten. Wir fuhren also über die Cook Strait in die Marlborough Sound’s ein. Sehen konnten wir von der Südinsel noch nichts. Aber das wird sich in den nächsten Wochen ändern. Wir fahren noch ca. 20 Minuten mit Arthur in Richtung Osten, dort gibt es einen DOC Campingplatz, der sich dafür anbietet hier die erste Nacht zu verbringen. Müde fallen wir beide in unser gemachtes Bett und sind gespannt was für Geschichten wir von der Südinsel erzählen können.

Ich freue mich schon darauf die ganzen Reise von der Südinsel aufzuschreiben,

bis dahin passt auf euch auf

Cheers Charly

 

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