Coromandel, New Chums Beach und Cathedral Cove

New Chums Beach

Wir sind ja bereits das zweite mal in Whangarei und Arthur, unser Campervan darf die Nacht neben seiner „Schwester“ verbringen. Am nächsten Morgen haben wir uns dann noch schnell von den Schweden verabschiedet. Wir wollten in den Süden und ans Eastcape und die beiden wollten erstmal nach Norden. Wir sind zwar fast zeitgleich gestartet in Auckland, die Armen haben allerdings mindesten 1,5 Wochen verloren weil am Van so viel repariert werden musste.

Schnell nochmal wieder Richtung Auckland

Das erste Ziel des Tages war die uns schon gut bekannte I Site in Whangarei. Doch leider wollte Arthur nicht ganz so wie wir. Als wir im Auto saßen und los fahren wollten, wollte Arthur einfach nicht anspringen. Das lag wohl daran, das er nicht mehr all zuviel Sprit hatte und dann die Nacht noch schief stand. Zumindest haben wir als Laien diese Erklärung als gut empfunden. Oder vielleicht lag es daran, das er seine Schwerster vermisste 🙂

Nachdem wir Arthur getankt haben, war er direkt wieder viel besser drauf. Das haben wir ausgenutzt und sind mit ihm die 110 KM zur Algies Bay gedüst. Wir hatten von anderen gehört, dass es hier einen tollen Campingplatz geben soll. Der direkt am Strand ist und man die Kayaks kostenlos nehmen kann. Wir haben uns schon ziemlich gefreut. Der Platz an sich war eigentlich ein Motel an dem es mehrere Stellplätze gab und welches leider recht schmutzige Sanitäranlagen hatte. Die Besitzerin war allerdings sehr nett und sagte uns, dass wir nicht um 10 auschecken müssen wie auf anderen Plätzen. Wir sollten uns Zeit nehmen und uns nicht hetzen, es ist auch ok, wenn wir erst am Nachmittag auschecken.

Darüber haben wir uns natürlich gefreut, denn wir haben uns vorgenommen am nächsten Morgen ein Kayak zu schnappen und drauflos zu schippern. Soweit der Plan, naja die Realität sah etwas anderes aus. Natürlich hat es Abends noch angefangen sich einzuregnen. Dieser Regen war dann auch am nächsten Morgen noch nicht verschwunden. Also gab das mit dem Kayak nichts. Wir hoffen, dass wir auf der Südinsel mal die Möglichkeit haben.

Post abholen in Auckland

Also ging es für uns auf dem direkten Weg nach Auckland. Naja fast, einen Zwischenstopp machten wir noch in dem kleinen Ort Puhoi. Dieser wurde 1863 von Böhmischen Einwanderern gegründet. Nachdem versprochen wurde, dass jeder neue Erwachsene Einwander 40 Morgen Land bekommt und jedes Kind 20 Morgen, kamen in den kommenden 13 Jahren etwas über 200 neue Siedler in das Dorf.

Wir waren allerdings nicht wegen der Geschichte des Orts dort, sondern weil wir gehört hatten das es dort eine Käserei gibt, die tollen Käse herstellt. Diesen kann man zwar teilweise auch im Supermarkt kaufen, wir wollten uns das aber alles mal genauer anschauen. Das haben wir auch gemacht, ausserdem haben wir uns ein Paket mit tollem Käse mitgenommen. Einfach sehr lecker, den können wir empfehlen. Wenn ihr in der Nähe seid, schaut euch doch das kleine Café mit Laden mal an. Es befindet sich circa 50km nördlich von Auckland. Wir haben unseren Käse in unser Kühlbox gesteckt und haben uns wieder auf den Weg nach Auckland gemacht.

Dort wartete bereits ein Brief auf uns, auf den wir wiederum schon lange gewartet hatten. Endlich kam unsere lang ersehnte Kreditkarte an. Die ist ja in Cairns vom Automaten gefressen worden. Alles über die Geschichte könnt ihr hier nachlesen. Die deutsche Post braucht einfach ewig lange. Das ist zumindest unsere Erfahrung. Die kommende Nacht haben wir dann wieder in Auckland bei unserer Familie verbracht.

Coromandel

Cathetral Cove

Als nächstes führte uns unser Weg auf die Coromandel Halbinsel, hier wollte wir uns die Cathetral Cove nochmal bei besserem Wetter anschauen und zum New Chums Beach wandern. Bevor es für uns in den Norden der Halbinsel ging haben wir in Tairua für zwei Nächte eine Stopp gemacht. Wir haben diese Tage genutzt um einfach mal wieder zu entspannen, was natürlich auch mal sein muss. Schließlich hatten wir schon ewig kein Wochenende mehr 🙂 Am zweiten Abend haben wir uns dann noch mit Bekannten aus der Schweiz getroffen, die zufällig auch in Neuseeland waren. Wir hatten einen tollen Abend bei ganz gutem Wein und noch besserem Essen.

Dann ging es aber weiter nach oben. Das erste Ziel war die Cathedral Cove. Als wir beim Parkplatz von Cathetral Cove ankamen, merkten wir schon, dass dieses Jahr das Wetter besser ist als zwei Jahre zuvor. Wir bereiteten uns also vor uns machten uns auf den Weg. Doch leider war der Weg nicht mehr wieder zu erkennen. Er war geteert, was irgendwie untypisch für Neuseeland ist. Letztes mal waren es noch Wege die auch mal über den Waldboden führten. Doch davon war nichts mehr zu sehen. Schade irgendwie, aber wenn soviele Leute die Wege gehen ist es viellicht so besser. Ich weis nicht.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Der New Chums Beach

Von hier aus machten wir uns dann auf den Weg in Richtung New Chums Beach. Naja jedenfalls wollten wir irgendwo dort in der Nähe die Nacht verbringen. Und das taten wir dann auch. Wir stellten unseren Camper Arthur auf einem Parkplatz direkt am Meer ab. Dort durften wir zwei Nächte stehen, da unser Auto ja zum Glück Self Contained ist. An der Treppe die zum Strand führte lehnte ein Schild auf dem Stand, das keine Hunde an den Strand dürfen, weil dort zur Zeit viele Junge Vögel und Kücken sind. Naja wer Michel kennt weis, das ihn so etwas neugierig macht. Also nichts wie los an den Strand, wir wollten uns schließlich die ganzen Vögel anschauen. Wir liefen und liefen und liefen, bis wir am Südende des Strands ankamen. Aber es waren keine Vögel zu sehen.

Wir drehten also um und gingen nun auch noch ans Nordende des Strandes. Dort sahen wir, das ein paar Leute über die Felsen kletterten. Michel schaute auf sein Handy um zu erfahren, wo die Leute wohl hin wollen. Ihm wurde ein Aussichtspunkt angezeigt und auch, der New Chums Beach. Den Weg den die Leute da alle gingen, war also dieser von dem uns schon berichtet wurde. Wir haben uns also kurzerhand auf den Weg gemacht, und geschaut wie lange wir brauchen, um den Strand zu erreichen. Es dauerte ca 30- 40 Minuten, und schon waren wir an einem recht unbekannten Strand den man nur über diesen Weg erreichte. Wir gingen auch hier etwas am Strand entlang, doch dann machten wir uns schon wieder auf den Rückweg. Jetzt wussten wir, was uns erwartet und was wir am nächsten Tag einpacken mussten.

Ein lautes Knacksen am New Chums Beach

Am nächsten Tag haben wir uns dann den Rucksack voll gepackt und sind wieder an den Strand gelaufen. Wieder waren kaum Leute da, und das Wetter war super. Also breiteten wir an einem schönen schattigen Platz unsere Picknick Decke aus und legten uns an den Strand. Einfach traumhaft. Ich blieb einfach am Strand liegen und hab Musik gehört, während Micha sich seine Taucherbrille schnappte und ins kalte Meer ging. Ich denke, dass es sehr kalt war, aber ich glaube es hat ihm trotzdem gut gefallen.

Irgendwann machten wir uns dann wieder auf den Rückweg. Wir gingen noch schön über den festen, nassen Strand bis wir dann wieder auf den Weg durch den Wald stießen. Also nichts wie los und Schuhe anziehen. Ich hab mich auf einen der vielen Steine gesetzt und mir dann bei einem letzten Blick auf den schönen Strand wieder die Schuhe angezogen. Doch dann hörte ich plötzlich ein knacksen. Ich sah Michel an, der nur noch am fluchen war und sich jetzt recht schnell auf den Weg zum kalten Meer machte.

Ja genau dieses Geräusch war es, dass ich nicht hören wollte, besonderes nicht, wenn wir unterwegs sind. Naja was sollen wir machen. Nach einer Weile kühlen haben wir uns dann auf den Weg zurück zu Arthur gemacht. Das war für Michel alles andere als eine schöne Erfahrung. Denn sein Zeh, mit dem er gegen einen Stein gestoßen war tat richtig weh und wurde zu sehens dicker.

Der Rückweg war dann gar nicht mehr so toll. Mit einem gebrochenen Zeh über Stock und Stein ist dann doch eher etwas schwieriger.

Bei Arthur angekommen wurde Michel erst mal mit Arnica, einer kühlenden Salbe und Schmerzmitteln versorgt. An diese Aktion wurde er noch öfter schmerzlich erinnert.

Mittlerweile geht es seinem Zeh wieder recht gut. Er tut nicht mehr weh. Ist aber trotzdem irgendwie noch viel größer als die anderen. Allerdings ist dieser Vorfall nun auch schon mehrere Wochen her.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

In den nächsten Tagen werdet ihr dann erfahren, wie unsere Reise weiter geht.

Liebste Grüße

eure Charly

 

 

One Reply to “Coromandel, New Chums Beach und Cathedral Cove”

  1. Uh…nicht das doch der Zeh angeknackst ist..ich drücke die Daumen!

    Also ich finde eure Erklärung mit dem schräg stehen und wenig Sprit auch sehr einleuchtend!!! 🙂

    Das mit dem Regen ist natürlich ärgerlich, wenn man eigentlich nur das Kayak schnappen will um eine Runde zu drehen. Zum Glück seid ihr Stehaufmännchen und lasst euch von sowas nicht den Spaß verderben 🙂

    Liebe Grüße,
    Martin

Schreibe einen Kommentar