Neuseeland – Geschichte der Gasflasche

Gasflasche Nelson

Wie ihr aus dem letzten Bericht sicher noch wisst, mussten wir einen Umweg fahren und wieder zurück nach Nelson. Denn leider hat unsere Gasflasche den Geist aufgegeben und der TÜV der Flasche musste erneuert werden. Also ging es für uns zurück nach Nelson. Wie lange wir bleiben müssen, wissen wir noch nicht, aber wir haben ja auch noch etwas Zeit hier in Neuseeland.

Die Gasflasche kostet Zeit und Nerven

Da sind wir jetzt also wieder mal in Nelson, eigentlich hatten wir das nicht so eingeplant aber nunja. Es kann ja nicht immer alles nach Plan laufen 🙂 Wir sind zu der Prüfstation gefahren, blöderweise war es Samstag und das Geschäft hatte schon zu. Allerdings ist es in Neuseeland fast überall üblich, dass die (meisten) Geschäfte auch am Sonntag offen haben. So hatten wir Glück und konnten die Flasche dort am nächsten Tag abgeben. Da wir im Camper so nicht kochen konnten sind wir Abends in Nelson Essen gegangen. Am nächsten Morgen hat Michel sich dann einen Kaffee auf die Hand gekauft und wir sind zur Prüfstelle gefahren, um unser Gasflasche TÜV’en zu lassen.

Wir sind davon ausgegangen, dass wir die Flasche innerhalb von ein paar Stunden wieder haben. So war es dann natürlich nicht, wir wurden „heim“ geschickt. Die Herren aus der Prüfstelle melden sich sobald die Flasche fertig ist. Am Abend gingen wir dann wieder Essen, weil wir noch nichts von der Flasche gehört haben. Einerseits war es ja ganz schön, mal wieder Essen gehen zu können. Allerdings ist das in Neuseeland wirklich fast immer etwas teurer als bei uns zu Hause. Zum Glück ist es hier aber üblich, dass man stilles Wasser kostenlos bekommt. Also braucht man keine Getränke zu bestellen.

Gehts jetzt weiter?! Was macht die Gasflasche?

Am nächsten Morgen gingen wir wieder los, damit Michel sich einen Kaffee besorgen kann. Nach unserem Frühstück riefen wir voller Vorfreude bei dem Geschäft an, wo sich unsere Gasflasche zur Zeit befindet. Die freundlichen Herren mussten uns allerdings mitteilen, dass die Flasche immer noch nicht geprüft wurde. Sie sagten uns aber zu, dass sie uns Bescheid geben, sobald unsere Gasflasche bereit zur Weiterreise ist. Genervt und irgendwie traurig haben wir uns dann also ein schönes Plätzchen gesucht, wo wir uns mit Arthur hinstellen konnten.

Wir haben versucht das beste daraus zu machen und haben in unserem Lonely Planet gestöbert, was wir in den nächsten Monaten so machen wollen. Damit hatten wir dann doch einiges zu tun. Am Abend sind wir dann einkaufen gegangen, damit wir nicht wieder Essen gehen müssen. Also haben wir uns frisches „Brot“ geholt und haben dann Abends mal richtig Abendbrot gegessen. Wir sind also noch eine Nacht in Nelson geblieben.

Doch am nächsten Morgen bekamen wir dann den lang ersehnten Anruf, und konnten endlich unsere Gasflasche abholen. Nachdem wir uns morgens an den Duschen brav angestellt haben (ja alles muss seine Ordnung haben) machten wir uns sofort auf den Weg um die Gasflasche zu holen. Wie heist es immer so schön, „man lernt die Dinge erst wertzuschätzen, wenn man sie nicht mehr hat.“ Das wissen wir jetzt wirklich gut, denn so eine blöde Gasflasche kann einem seine Ganze Freiheit wieder nehmen. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir sie vor unserer Abfahrt aus Auckland prüfen lassen.

Jetzt gehts weiter!

Voller Elan geht es jetzt endlich weiter für uns. Wir haben uns die letzten Tage schon überlegt was wir alles leckeres Kochen möchten und haben uns dafür bei Pak n Save eingedeckt. Also konnten es jetzt wirklich wieder weiter gehen. Auch Arthur war bestimmt froh, das wir endlich wieder auf die Straße konnten, denn so konnten seine Batterien auch wieder geladen werden.

Als Ziel gaben wir den Mahau Sound in unser Navi ein. Wenn wir tagsüber mit der Fähre auf die Südinsel gefahren währen hatten wir die Sounds schon vom Wasser aus begutachten können. Aber wir waren ja dummerweise Abends gefahren. Also haben wir uns jetzt die Zeit gegönnt und sind mit Arthur eine wirklich schöne Strecke gefahren.

Ohingaroa Bay

Am Nachmittag kamen wir dann endlich an. Wir hatten Glück, denn auf dem Self Contained only Stellplatz gab es noch einen Platz für uns. Ein anderer Stellplatz der nicht weit entfernt war, war schon voll. Also fuhren wir weiter und fanden diesen recht schönen Platz. Wenn man eine Weile so in einem Camper unterwegs ist, freut man sich dann auf einmal über eigentlich ganz belanglose Dinge, oder über Dinge die man sonst gar nicht bemerkt hätte. Zum Beispiel über eine funktionierende Gasflasche, oder aber über eine Toilette. Auf diesem Platz gab es eine wirklich neue Toilette, diese war zwar wie die meisten nicht zum spülen. Aber es war trotzdem super sauber, belüftet, und einfach mal etwas anderes.

Diese Toilette wurde außerdem jeden Tag gereinigt und es war wirklich alles sehr gepflegt. Auf dem Stellplatz gab es eine begrenzte Anzahl an Stellplätzen, diese waren auch markiert und das Beste, der Platz kostete nichts.  Wir haben es uns also bequem gemacht und hier die nächsten zwei Nächte verbracht.

Stürmische Nächte in Neuseeland

Diese Nächte waren dann allerdings nicht ganz so ruhig und idyllisch wie erwartet. Schon in der ersten Nacht begann es wirklich windig zu werden, wenn nicht sogar Stürmisch. Das waren wirklich sehr interessante Erfahrungen in Arthur. Alles wackelte und es war wirklich laut im Camper. Manchmal hatte ich sogar Angst, das wir samt Arthur umgeworfen werden, was zum Glück natürlich nicht passiert ist.

Es kam noch Regen zum Sturm dazu, und das Wetter blieb so. Auch am nächsten Tag war es noch recht windig und sehr diesig und auch in der kommenden Nacht war es wieder sehr windig und regnerisch. Michel parkte Arthur um, damit wir nicht so windanfällig waren. Die erste Nacht standen wir quasi mit dem Heck direkt zu Meer. Von dort kam der meiste Wind. Da Arthur von vorne, zumindest ein bisschen, windschnittiger ist, parkten wir nun in die andere Richtung. Das hat dann etwas geholfen, aber an der Lautstärke änderte das natürlich leider nichts. Diese empfand ich im Nachhinein fast noch schlimmer, als den Regen. Vor allem in Verbindung mit dem Sturm.

Da auch für die nächsten Tage keine Besserung in Sicht war mussten wir unsere Pläne ändern und fuhren weite Strecken…

In den nächsten Tagen geht es dann weiter Richtung Süden und ihr kommt mit.

Bis dahin, alles liebe

eure Charly

 

 

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