Neuseeland 2014 – Wairoa, Taupo und unser Schicksalsberg

Neuseeland

Die letzten Tage in Rotorua waren für uns zwar recht anstrengend aber mindestens auch genau so gut. Wir haben viel entdeckt und waren sehr viel unterwegs. Aber wie überall gibt es auch hier ein Ende, also haben wir unser Auto wieder beladen und sind weiter gefahren. Ausserdem wollten wir ja auch noch viel mehr erleben. Neuseeland hat so viel zu bieten!

Weiter geht die Reise…

Nach gut 4, 5 Stunden Fahrt haben wir unsere nächstes Ziel erreicht, das Three Oaks Motel in Wairoa. Hier wartete ein grosszügiges Zimmer auf uns. Da es schon recht spät war haben wir uns gleich nach der Ankunft auf die Suche nach etwas zu Essen gemacht. Denn Lust zu kochen hatten wir echt keine mehr. Und Lebensmittel auch nicht:-) Leider war es nicht wirklich leicht etwas zu finden, dass noch auf hatte.

So sieht eine Fahrt in Neuseeland aus:

Am nächsten Morgen hat uns unser Navi nach Waikaremoana gebracht. Dort haben wir uns den super schönen See und mehrere Wasserfälle angeschaut. Falls wir hier nochmal herkommen wollen wir uns auf jeden Fall mehr Zeit dafür einplanen, weil es einfach sehr viele schöne Ecken gibt. Und man kann direkt oben Campen.

Die Rückfahrt ins Tal gestaltete sich allerdings  schwieriger als der Weg nach oben. Die gesamte Straße ist eine Schotterstraße und unser Hyundai Getz nicht wirklich dafür ausgelegt war.

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Napier und Taupo

Das nächste Ziel auf unserer Liste war Napier, hier wollten wir uns die Art Deco Stadt anschauen und auch ans Cape Kidnappers. Dafür hatten wir uns diesmal zwei Nächte eingeplant, die wir in einem zentral gelegenen Hostel  verbracht haben.

Nachdem wir Abends angekommen waren haben wir uns im „The Rose“ einem Irish Pub eine Kleinigkeit zu Essen bestellt und natürlich auch etwas getrunken.

Regen, Regen, Regen….

Am nächsten Tag hat es leider geregnet, so das wir das Cap Kidnappers auf den nächsten Tag verschoben haben. Wir haben uns also ins Auto gesetzt und sind zu „Classic Sheepskins“ gefahren, dort haben wir dann für Paul und Lucy Schaffelle gekauft und für Michel ein Brillenputztuch.

Man kann hier auch eine Führung machen, die machen wir beim nächsten mal auf jeden Fall. Warst Du hier schon einmal? Dann lass es uns wissen und sag uns wie es war.

Als wir am nächsten Tag aus dem Hostel ausgeheckt haben, haben wir uns trotz des immer noch anhaltenden Regens auf den Weg zum Cape Kidnappers gemacht. Aber da war es fast noch schlimmer. Zum Regen kam noch Sturm, so dass Michel kaum die Tür vom Auto aufbekam. Ich bin vorsichtshalber gleich drin geblieben:-).  Also mussten wir diesen Listenpunkt auf „das nächste Mal“ verschieben.

Die Liste für „das nächste Mal“ ist mittlerweile länger als unsere Planung für diese Reise.

Weiter ging der Trip in Richtung Taupo

Auf www.bookme.co.nz haben wir ein paar Tage zuvor „Wairakei Terraces“ entdeckt. Hier gibt es tolle Hot Pools in denen man super schwimmen kann. Leider hat es nicht gereicht das wir uns morgens mit Sun Blocker eingecremt haben. Naja, während der gesamten Mittagszeit in einem Pool ist ja schon in Deutschland keine gute Idee, in Neuseeland haben wir uns hier also beide  ganz ordentlich verbrannt.

Immer weiter geht der Weg, immer noch in Richtung Taupo. Ich will doch endlich mal eine Pavlova in Neuseeland essen! Nachdem wir auf dem Weg noch einen Stopp bei den Huka Falls eingelegt haben erreichen wir am späten Nachmittag Taupo. Wie gesagt, wir sind auf der Suche nach einer Pavolova.

Plötzlich entdecken wir, dass die älteren Damen vor uns auf ihren Westen stehen haben das wir sie gerne ansprechen können wenn wir Hilft brauchen. Da haben wir natürlich unsere Chance genutzt und die beiden alten Mädels gefragt, ob sie wissen, wo man in Taupo Pavlova essen kann. Sie haben uns ein Restaurant genannt in dem sie Pavlova manchmal als Nachtisch anbieten, aber leider hatten sie keine als wir da waren.

Allerdings haben uns die älteren Damen auch einen Tipp gegen unseren Sonnenbrand gegeben. Sie waren sehr mitfühlend und haben gesagt, dass wir uns mit wattepads etwas Essig auf die betroffenen Stellen machen sollen. Also haben wir einen Liter Essig gekauft, denn die betroffenen Stellen waren großflächig:-)

Tongariro Crossing

oder: unser Weg zum Schicksalsberg

Auf dem Weg zum Skotel Alpin Restort in Wakapapa haben wir noch an einem Supermarkt einen Halt gemacht und uns mit besagtem Essig und Wattepads zu versorgen. Ausserdem mussten wir uns noch mit Lebensmitteln ausstatten, denn am nächsten Tag wartete unser größter Walk auf uns.

Nach einer Nacht in der ich nicht wusste wie ich mich hinlegen sollte vor lauter Sonnenbrand haben wir alle Sachen in unser Auto gepackt. Vom Hotel aus sind zum Mangatepopo Parkplatz gefahren, dort haben wir unser Auto stehen lassen. Das sollte man eigentlich besser nicht machen, da es dort gut passieren kann das dann die Sachen die noch im Auto waren weg sind!

Darüber haben wir uns aber keine Gedanken gemacht uns sind los gelaufen, immer weiter in Richtung Schicksalsberg (Mt Ngauruhoe 2287m).

Eigentlich kann man sich einen Shuttle bestellen, dieser bringt einen dann morgens zum Parkplatz und holt einen dann am anderen Ende des Wegs wieder ab.

Der Weg beginnt

Leider war es recht bewölkt während der rund 17km langen Wanderung, so das wir die Berge zwar belaufen konnten aber sie leider nicht wirklich gesehen haben. Im Nachhinein sind wir uns aber einig, dass es das beste war für uns, dass keine Sonne geschienen hat. Denn es macht keinen Spass wenn man so einen starken Sonnenbrand hat, die Rucksäcke auf dem Rücken gespannt hat und dann die Sonne noch auf einen knallt.

Für uns war der Weg schon so, ehrlicher weise anstrengend genug. Man muss bedenken das wir total untrainiert waren (sind) und zu dieser Zeit grade aufgehört hatten zu rauchen. Auf dem Weg haben wir viele Pausen eingelegt und sind auch von diversen „Joggern“ überholt worden, ebenso wie von mehreren Personen in einfachen Turnschuhen oder sogar Flip Flops.

Nachdem wir uns all die Stufen zum Südkrater durchgekämpft hatten, diesen erstmal gesucht hatten, bis wir gemerkt hatten das wir mitten drin stehen haben wir uns wohl oder übel dazu entschlossen den Weg nicht weiter zu gehen. Uns kamen viele Leute entgegen die Mützen und Handschuhe an hatten, dafür waren wir definitiv nicht ausgestattet.

An unsere Grenzen gestoßen?

Wir  haben uns also nach einer Weile wieder auf den Rückweg gemacht.  Auch hier haben wir uns ordentlich Zeit gelassen, warum sollten wir uns auch stressen!?

Bei dieser Wanderung in Neuseeland sind wir beide ordentlich an unsere Grenzen gestoßen. Wir haben ein paarmal auf einer der hunderten Stufen überlegt ob wir noch weiter gehen sollen. Immer wieder, „bis zur nächsten Biegung und dann gucken wir mal“. Und dann doch noch weiter. Man kann sich ja schnell gegenseitig runter ziehen. Man kann sich aber noch viel besser gegenseitig aufbauen. Bei uns hat das ganz gut geklappt. Klar, wir waren fertig, erschöpft, ein bisschen entmutigt und ein bisschen enttäuscht. Aber es hat sich gelohnt.

Wie gehst Du damit um, wenn Du so an Deine Grenzen kommst wie wir hier? Hast Du spezielle Tipps und Tricks die Du mit uns teilen willst?

Das wohlverdiente Ausruhen

Wir jedenfalls waren froh als wir nach 26.000 Schritten an diesem Tag (gut 19km) Abends in unserer Unterkunft angekommen sind. Diese Nacht verbrachten wir in Snowy Waters Lodge, wir wurden sehr freundlich empfangen und hatten „die Villa“ für uns alleine. Da am nächsten Tag keine Gäste kommen würden durften wir ausschlafen und die Unterkunft ganz in Ruhe verlassen wenn wir mit allem fertig waren. Dieses Angebot haben wir super gerne genutzt, da wir wirklich wie gerädert waren. Das muss man uns wohl angesehen haben, als wir angekommen sind.

Das war der zweite Teil unserer Neuseeland Reise 2014. In den nächsten Tagen werdet ihr den nächsten Bericht der Reise lesen können 🙂

Bis dahin liebe Grüße

Charly

Und hier noch die Fotos vom Walk.

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