Neuseeland 2014 – Cape Reinga und der Norden

So, nachdem wir viele tolle Tage mit der Familie verbracht haben geht es für uns jetzt wieder auf die Straße, diesmal fahren wir in den Norden zum Cape Reinga. Die letzten Tage wollen wir natürlich voll auskosten. 

Der Norden

Bereits im Vorfeld hatten wir unsere Unterkunft in Kaitaia gebucht, im Nachhinein gesehen auch eine der besten Unterkünfte, die wir in Neuseeland hatten. Wir wollten uns den 90 Mile Beach anschauen, und hatten den Tipp bekommen eine Tour über Sandsafaris zu buchen. Das haben wir dann auch gemacht.

Aber zuerst sollten wir mal bei unserer Unterkunft ankommen. Hier wurden wir freundlich von Alistor begrüßt. Wir haben unser Zimmer bezogen und uns etwas eingelebt und die Gegend erkundet. Am nächsten Morgen hat Alistor dann Frühstück für uns gemacht, das war wirklich super lecker. Es gab Bacon, Eier und eine gebratene(?) Tomate. Als wir fertig waren wurden wir auch schon von dem Sandsafaris Bus direkt vor der Tür abgeholt.

90 Mile Beach

Nachdem wir also in den Bus eingestiegen waren und alle andern Gäste auch abgeholt waren, wurden wir erstmal ins Kauri Museum gefahren. Nach einer kurzen Pause ging es dann endlich los. Also alle man in den Bus und auf in Richtung 90 Mile Beach. Irgendwann ging die Strasse dann in den Strand über, da dieser hier zum offiziellen Straßennetz gehört und man sogar bis zu 100 Km/h  fahren darf.

Man kann also auch mit dem eigenen Wagen über den Strand fahren, allerdings muss man da aufpassen was im Vertrag des Vermieters steht. Die finden das nämlich meistens nicht so toll. Und Allrad Antrieb ist hier wirklich zu empfehlen. Ganz früher soll es sogar mal eine Landebahn für Flugzeuge gewesen sein. Luftpost von Australien nach Neuseeland und umgekehrt wurde hier abgewickelt. Naja das war so 1930 irgendwo und da gab es sicher noch keine mit Backpackern vollgepackten Reisebusse die Leute nach Cape Reinga karren.

Wie gesagt ging es also den Strand hoch, immer weiter. Leider hat das Wetter an dem Tag nicht wirklich mitgespielt, aber dennoch war es eine tolle Erfahrung. Auch für Michel war es schön mal nicht fahren zu müssen. Übrigens ist der Strand keine 90 Meilen lang sondern 55 Meilen was ca 88Km sind. Es gibt sogar Leute die wandern tagelang den Strand entlang und campen in den Dünen oder direkt am Strand. Sicherlich auch eine tolle Erfahrung. Wir sind aber mit dem Bus unterwegs, hier und da haben wir dann eine Pause gemacht. Unter anderem am Ende des Strandes, dort ist eine Riesige Düne, die Te Paki Sand Dunes.

Eine große Attraktion bei allen Besuchern, denn hier wird Sand Surfing veranstaltet. Ja genau das war der Plan, alle man kraxeln den riesigen Sandhaufen hoch und dann rutscht man mit einem Surfbrett die Düne runter. Das hochklettern ist natürlich das anstrengende. Wirklich wirklich anstrengend. Und beim runterrutschen sollen wir Finger und Hände und Arme bei uns behalten weil diese zahlreich abgerissen werden. So wurden wir zumindest gewarnt;-)

Hier kommt Michel die Düne runter gerutscht=)

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Wieder in den Bus

und weiter geht die Fahrt ans Cape Reinga. Als wir hier angekommen sind haben sich die Wolken endlich verzogen und so zeigte sich der Nördlichste Punkt der Nordinsel von seiner schönsten Seite. Hier haben wir es genossen uns den Wind um die Nase ziehen zu lassen und ein paar tolle Fotos gemacht. Leider war recht  viel los, aber wir haben gesagt, wenn wir das nächste mal kommen fahren wir selbst hoch ans Cape, was auch kein Problem ist.

Das Cape ist ein ganz besonderer Ort, auch für die Maori ist er sehr Spirituell, was viele nicht wissen, oder sich auch nicht so oft bewusst machen. Es ist nicht, dass es der nördlichste Punkt der Nordinsel ist, oder dass hier genau die Tasmansee und der Pazifik aufeinander treffen. Im Glauben der Maori wandern die Seelen der Toten den ganzen 90 Mile Beach entlang bis zum Cape um von dort den Weg in die Heimat anzutreten.

Man kann es bei dem richtigen Wetter und bei guter Sicht sehr schön sehen, wo die beiden Wasser sich treffen. Da die Tasmansee und auch der Pazifik etwas unterschiedliche Gezeiten haben, sind beide etwas unterschiedlich von der Wasserhöhe. Daher sind die Farben auch etwas anders und es gibt viele kleine Verwirbelungen. Wieso weshalb warum… auf jeden Fall sieht es gut aus.

Danach sind wir noch in eine kleine Bucht zum Lunch gefahren. Wer wollte konnte Schwimmen gehen. Es gab kalte und warme Getränke. Und dann war unser Ausflug schon vorbei. Wir mussten wieder zurück nach Kaitaia. Da Alistor uns erlaubt hatte unser Auto bei sich stehen zu lassen, wurden wir auch dort wieder abgesetzt.

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Bay of Islands

Und schon wieder sitzen wir im Auto. Die Bay of Island ist als Ziel in unser Navi eingegeben. Hier waren wir untergebracht im Motel Russell, das war unsere teuerste Unterkunft während unserer Neuseeland Reise, allerdings leider nicht die Beste. Abends sind wir in die Stadt gegangen, dort haben wir uns dann eine Portion Fish & Chips geholt und diese dann direkt am Steg gegessen. Die waren wirklich sehr gut. Am nächsten Mittag sind wir noch einmal durch das Städtchen geschlendert und Michel wollte sich einen Burger gönnen während ich eine Pavlova gegessen habe. Naja was soll man sagen, für Michel war es absolut kein Genuss, und das was er da bekommen hat kann man auch nicht Burger nennen. Besser passt Toast mit Frikadelle.

Der letzte Tag im hohen Norden. Michel und ich wissen nicht so ganz was wir machen wollen, es dauert eine ganze Weile bis wir uns dazu entschließen das wir etwas auf dem Wasser unternehmen wollen. Also nichts wie hin zur Isite in Paihia und eine Bootstour buchen. Naja oder auch nicht, leider waren an diesem Tag alle Touren auf und in dem Wasser und auch sonst alle ausgebucht. Jedoch etwas konnte man uns noch anbieten, eine 20 Minütige Heli Tour über die Bay of Islands. Michel uns ich wechslen zwei bis drei Blicke und beschließen dann diese Tour zu buchen. Das ist etwas, was man garantiert nicht so schnell nochmal mache wird, aber wir können sagen, es hat sich wirklich gelohnt! Was man da alles sieht ist einfach der Wahnsinn! Schaut euch einfach mal die Bilder an.

Sylvester am anderen Ende der Welt

Nachdem wir den Norden wieder verlassen haben und auch unser Auto wieder zurück zum Vermieter gebracht haben warten jetzt noch ein paar Tage Auckland auf uns. Mal wieder auf der Suche nach einer Pavlova werden wir in Auckland fündig, naja eine Pavlova war es nicht, aber das leckerste Eis das ich je gegessen habe. Es heist Bombe Alaska, das ist Himbeereis und Vanilleeis überzogen mit weißer Schokolade und darüber eine Schicht Meringue, also es schmeckt noch besser als es sich liest! Dieses finden wir in Auckland am Britomat, der Laden der es verkauft heist Milse. Hier wird alles frisch zubereitet und hier gibt es noch mehrere andere leckere Desserts. die werden wir dann ein anderes mal noch versuchen 🙂 .

Am 31. Dezember sind wir dann nach Waiheke Island, wir nehmen morgens die Fähre rüber auf die Insel vor Auckland. Auf der Fähre sind auch viele junge Leute weil wohl ein Festival auf der Insel stattfindet.

Wir folgen also den Massen und gehen, nachdem wir von der Fähre kommen ins nächste Dorf. Weil wir mal wieder super vorbereitet waren wussten wir nicht so genau was uns erwartet. Da wir noch nichts gegessen haben, haben wir uns erstmal dazu entschlossen eine leckere Pizza zu essen. Teile der Familie die diese Bar betreibt waren draußen dabei alles für die Sylvester Party aufzubauen. Naja mittlerweile war es früher nachmittag. Michel und ich schauten uns irgendwann an und dachten „Mist es ist Sylvester“, wir hatten nicht darauf geachtet ob die Fähre an Feiertagen anderes fährt als sonst. Wir bezahlten also schnell und machten uns wieder auf den Rückweg zur Fähre. Das war unser Ausflug nach Waiheke, also noch ein Punkt mehr auf unserer „nächstes mal“ liste.

A Happy new Year!

Den Sylvester Abend verbrachten wir dann mit meinen beiden Cousins auf den Mount Hobsen. Michel und ich haben uns schon auf ein Feuerwerk gefreut. Ja aber in Neuseeland ist ja wie wir es bereits gelernt haben vieles anderes. In Deutschland hat man ja schon Tage vorher immer Leute die schon böllern müssen. Irgendwann sind alle Geschäfte voll mit Feuerwerk. Auch das hatten wir hier nicht so mitbekommen.

In Auckland ist es wohl so, das es ein Jahr vom Hafen aus ein großes Feuerwerk gibt und im nächsten Jahr dann vom Skytower aus. Wir waren da im „Jahr des Skytower“. Da wir auf einem der vielen Vulkane waren hatten wir einen super Ausblick. Nur ganz vereinzelt wurden „Private“ Feuerwerke in die Luft geschossen.

Am 5. November ist Guy Fawkes Night, nur zu diesem Tag werden Feuerwerke in Neuseeland verkauft. Es ist wohl offiziell nur an diesem Tag erlaubt ein Feuerwerk zu zünden.

Zurück nach Deutschland – Abschied von der Familie

Ja es ist also so weit. Viele tolle Wochen mit tollen Erinnerungen sind vorbei. Jetzt heist es für uns Tschüss Sommer, und ab ins nasskalte Deutschland. Den Rückflug haben wir auf den 1. Januar 2015 gelegt.

Nachdem wir all unser Gepäck in das Auto verstaut hatten wurde noch das ein oder andere Familien Foto gemacht. Da es vom Haus meiner Familie nur gut 20 Minuten Fahrt sind, konnten wir das Wetter und das beisammen sein mit der Familie bis zum letzten Moment auskosten. Der Flieger sollte mittags gehen. Als wir am Flughafen angekommen waren war irgendetwas komisch. Sehr viele aufgebrachte Leute standen dort. Als wir auf die Anzeigetafel schauten ereilte uns der Schock. Dort stand : Neue Zeit 10.30. Mist wir hatten in den letzten Tagen nicht nachgeschaut ob sich etwas an den Flugzeiten geändert hat. Jetzt eilten uns viele Fragen durch den Kopf…“wo bekommen wir jetzt günstig einen Flug her?“ , „Es ist Donnerstag, am Montag müssen wir arbeiten“ und immer so weiter.

Zum Glück waren mein Onkel und meine Tante dabei. Sie gingen an den recht vollen Malysian Schalter und fragten nach. Dort wurde uns mitgeteilt das es technische Probleme mit der Maschine gibt und sie den Flug daher verschieben müssen. Wir hatten also Glück. Erstens war der Flug verschoben und zwar auf 10:30 aber nicht am 01.01.2015, sondern am 02.01.2015. Wir hatten noch einen Tag länger in Auckland. Jetzt mussten wir uns nur entscheiden ob wir das von Malaysian Airlines gestellte Hotelzimmer annehmen oder ob wir wieder mit der Familie fahren.

Was jetzt?

Wir haben uns für beides entschieden. Haben unser Gepäck ins Hotel gebracht, das sich direkt gegenüber vom Flughafen befindet. Und dann sind wir mit den Cousins an einen Strand gefahren, der, da der 1.1. auch hier ein Feiertag ist, auch recht voll war. Hier hatten wir, wie an Weihnachten in der Franklin Road Stau. Also haben wir ein Stück weiter weg geparkt und sind den restlichen weg gelaufen. Das war der erste Tag, an dem wir uns einfach mal an den Strand gelegt haben. Das hätten wir vorher schon mal einplanen sollen…naja das nächste mal 🙂

Nachdem wir dann Abends alle zusammen Fish ’n Chips gegessen haben, haben wir uns endgültig von einander verabschiedet und es ging ins Hotel.

Jetzt aber wirklich!?

Morgens konnten wir gut im Hotel Frühstücken. Dann haben wir unser Gepäck geholt und sind rüber zum Flughafen gegangen. Dort wurde uns angezeigt, das es noch einige Zeit dauert bis der Counter öffnet. Wie viele andere auch haben wir uns dennoch schon mal angestellt. Was soll man sonst auch machen. Also standen wir dort und haben gewartet und gewartet und nichts passierte, ausser das einige andere langsam hibbelig wurden. Auch zu den angezeigten Zeit passierte nichts.

Eine weile später wurde dann angezeigt, dass sich die Counter geändert haben. Als los, raus aus der Schlage und weiter wandern zum neuen Counter. Dort standen wir nun also, eine ziemlich lange Zeit. Scheinbar hatte Malaysian immer noch Probleme, denn es dauerte wirklich ewig. Das Problem war, dass quasi zwei Flüge zusammen gelegt wurden. Es waren 4 Schalter geöffnet, doch leider wurde nur an einem versucht zu arbeiten. Das Personal von den restlichen 3 Schaltern stand hinter dem einen geöffneten und gemeinsam versuchten sie das Problem zu lösen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir dann dran. „Frau Balzer ist bis nach Frankfurt durchgebucht, Herr Pfeiffer nur bis Kuala Lumpur. Von dort muss er warten bis ein Platz frei ist!“ wurde uns vom freundlichen Bodenpersonal mitgeteilt. Michel redete freundlich aber bestimmt auf die Dame ein und sie fand dann doch noch eine Möglichkeit, das wir zusammen fliegen konnten.

Also konnten wir nun endlich in den Flieger steigen. In Kuala Lumpur angekommen hatten wir nun sieben Stunden Aufenthalt. Das war wirklich sehr viel und ziemlich anstrengend. Wir haben uns riesig gefreut als wir endlich in den Flieger nach Frankfurt steigen konnten.

Deutschland hat uns wieder

„Ausweis! Was zu verzollen!?“ Ja da sind wir wieder im guten, alten, winterlichen Deutschland. Recht erschöpft von den vergangenen Tagen sind wir in Deutschland angekommen. Abgeholt wurden wir von Michels Papa. Er hat schon auf uns gewartet. Nach gut einer Stunde Fahrt konnten wir dann den Rest der Familie wieder in die Arme schließen. Und natürlich auch Lucy und Paul die ja Urlaub bei Michels Eltern gemacht haben. Ich war sehr froh das sie uns noch erkannt haben und uns nicht böse waren.

Da wir jetzt einen Tag später als geplant angekommen waren mussten wir uns jetzt entscheiden was wir machen. Bleiben wir noch eine Nacht bei Michels Eltern und fahren am Sonntag Morgen nach Hause. Oder bleiben wir nur ein paar Stunden, schnappen uns die Katzen und fahren noch am Samstag Abend mit ihnen wieder nach Hause.

Da wir den Jetlag gekonnt unterschätzt hatten, haben wir uns dazu entschlossen noch am gleichen Abend die zwei Stunden bis nach Herford zu fahren. Das war echt kein Spass, die Katzen haben viel gejammert und gemeckert, es war dunkel und hat geschneit und dann mussten wir uns immer wieder aus dem Sekundenschlaf reißen. Also wirklich keine gute Idee.

Wir waren also sehr froh als wir endlich heil in Herford angekommen sind. Auch die Kurzen waren froh als sie endlich aus ihren Boxen rauskonnten.

Das wars dann von Neuseeland 2014

cheers Charly

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