Cape Kidnappers und deutsches Brot

Cape Kidnappers

Die letzten Tage am Lake Waikaremoana waren für uns trotz der Sandflies recht schön. Jetzt geht es für uns wieder die Schotterstraße hinunter und ab nach Napier. 

Welchen Stellplatz nehmen wir?

Ja auch diese Frage muss man sich mal stellen. Napier meint es gut mit den Backpackern und Campern. So das es hier wirklich viele Spots gibt, an denen man kostenlos oder gegen eine kleinen Spende stehen kann. Wir kamen hier direkt am Strand unter. Und konnten auf dem Platz sogar das Wifi nutzen, welches die Stadt ebenfalls kostenlos bereit stellt. Ja auch hier ist das kein Problem mit dem kostenlosen Wifi.

Von unserem Platz aus konnten wir schnell in die Stadt laufen. Und auch hier gab es eine öffentliche heiße Dusche. Allerdings war diese nicht ganz so toll wie die in Gisborne. Die hier war viel zu heiß. Aber immer noch besser als gar keine Dusche.

Als wir das letzte mal hier waren, war das Wetter ja wirklich bescheiden und auch die Unterkunft lies zu wünschen übrig. Demnach war Napier nicht unbedingt auf unsere Must do Liste für dieses mal. Aber wir wollten der Stadt nochmal eine Chance geben, und diese wurde auch wirklich gut genutzt. Es hat uns wirklich sehr gut in Napier gefallen. Die Leute waren wie überall hier, sehr nett. Es gibt viele nette Läden die zum bummeln einladen. Ja auch das muss mal sein, auch wenn es nur darin besteht die Schaufenster genau zu inspizieren.

Wir wurden beklaut…

Ja und dann hat es uns erwischt. Immer wieder hört man davon, dass Autos aufgebrochen werden und alles mögliche geklaut wird. So schlimm war es jetzt bei uns nicht, aber schön war es auch nicht. Für Michel war es noch weniger schön. Unser lieber Tierfreund hat sich nämlich mit Vogelfutter eingedeckt. In der ersten Nacht in Napier hatten wir es in den Baum neben unsere Tür gehängt. Das war auch kein Problem, für uns jedenfalls nicht. Die Vögel fanden es irgendwie nicht so toll, und ignorierten das gute Futter förmlich.

Für die nächste Nacht stellten wir uns dann um. So das wir noch ein Stückchen näher am Meer waren. Abends hing dann das Futter an unserer Heckklappe, wo Michel extra etwas hingebastelt hatte, damit es eben dort hängen kann. Naja irgendwann wurde es dann halt etwas frisch in Arthur und ich durfte die Heckklappe schließen „aber stell das Futter dann auf den Boden, dann können die Vögel noch was essen“ und so machte ich es dann auch. Naja am nächsten Morgen war das Futter jedenfalls weg. Ob es nun die hungrigen Vögel waren, die das komplette Teil mitgenommen haben oder sonst wer. Es war schon etwas schade, aber wir haben ja noch einen Beutel Vogel Futter im Auto stehen.

Cape Kidnappers

Also wir waren ja 2014 schon mal hier. Wir wollten uns gerne das Cape Kidnappers anschauen. Leider war es aber damals so windig, dass man die Autotür nicht aufbekommen hat und noch dazu war es am regnen. Also diesmal nichts wie hin und gehofft, dass die äußeren Umstände diesmal besser passen als das letzte mal.

Wir haben uns dazu entschlossen bis ans Cape zu laufen. Man kann auch eine Traktor Tour buchen. Dieser fährt dann bei Ebbe über den Strand und man muss nicht so weit laufen. Naja da war uns egal, erstens wollten wir keine 44$ pro Person ausgeben. Und zweitens ist der Weg hin und zurück ca. 19 km lang, aber nur am Strand entlang, also nichts schlimmes.

Wir machten uns also rechtzeitig auf den Weg. In der iSite in Napier haben sie uns gesagt, um wieviel Uhr wir loslaufen müssen und wann wir wieder zurück sollen. Das hängt von den Gezeiten ab, da teile des Strands nur bei Ebbe zu begehen sind. Wir hatten einen guten Zeitplan und sind auch wirklich sehr gut durchgekommen. Hinter der ersten Gannet Kolonie wurde es dann doch etwas schwieriger. Die Traktoren hatten uns mittlerweile überholt und wir konnten sehen, wie deren Reifen fast komplett im Wasser verschwanden. Wir mussten also noch länger warten, bis der Wasserstand noch weiter zurück ging. Nach gut 30 Minuten zogen wir also die Schuhe aus und gingen auch durch das inzwischen noch Knie hohe Wasser.

Nette Aufmunterung

Der Weg ging weiter den Strand entlang. Irgendwann ging es dann einen Berg hoch und oben drauf warteten die Gannets auf uns. Naja sie mussten etwas länger warten. Nach so vielen Kilometern die wir jetzt schon unterwegs waren wurde es jetzt doch anstrengend. Auch die Leute, die mit dem Traktor unterwegs waren mussten den Berg hoch laufen. Als wir den Berg hochgingen kamen sie uns dann alle wieder entgegen und machten uns Mut.

„Es dauert nicht mehr lange!“, „Bald seid ihr da!“, Hängt euch später einfach an den Traktor, dann braucht ihr nicht zurück laufen!“, „Ich könnte das nicht!“, „Es lohnt sich!“. Wirklich fast jeder der uns entgegenkam hatte ein paar nette Worte für uns und wenn die Luft nicht reichte, bekamen wir ein nettes lächeln. Das war wirklich toll.

Oben angekommen wurden wir für die Strapazen des letzten Teilstücks entschädigt. Es war einfach ein richtig toller Ausblick. Aber schaut euch das am besten selbst an.

Und wieder zurück…

Nachdem wir die Aussicht genossen haben und uns etwas gestärkt haben, mussten wir uns schon wieder auf den Rückweg begeben. Wenn wir zu spät losgehen wird uns die Flut schließlich den Weg abschneiden, und darauf hatten wir nun doch keine Lust. Also liefen wir los und verließen das Cape Kidnappers wieder.

Der Rückweg dauerte dann auch wieder mehrere Stunden. Zwischenzeitlich hielt dann hier uns da mal ein Auto an und fragte, ob sie uns mitnehmen sollen. Das verneinten wir freundlich und gingen immer weiter. Als wir dann an Arthur ankamen war es bereits dunkel. Hatte also doch alles länger gedauert als wir es erwartet haben. Wir haben uns also auf einen Campground in der Nähe gestellt, der wirklich sehr schön gelegen war. Das war klasse. Abends sind wir mit den Geräuschen der Wellen eingeschlafen und Morgens konnten wir dann mit dem Blick aufs Meer aufwachen. Nach unserem Frühstück fuhren wir dann schon los Richtung Lake Taupo. Dort hatten meine Tante und mein Onkel ein Ferienhaus über die Weihnachtsfeiertage gemietet.

Classic Sheepskins

Das ist auch in Napier und wir waren 2014 schon hier. Hier gibt es Schaffelle in allen Varianten. Stiefel, Hausschuhe, Kinderschuhe, Handschuhe und vieles mehr. Michel hat sich beim letzten mal Brillenputztücher gekauft. Diesmal wollten wir noch ein paar abstauben und vielleicht nach einem Schaffell gucken. Und die haben immer eine Kammer mit Resten und B-Ware. Die Tür ist meistens zu. Aber einfach lieb fragen.

Wir sind also noch schnell hingefahren und…es gibt keine Brillenputztücher mehr:-( Leider! Die waren wirklich perfekt. Aber wir haben nach Schaffellen geschaut. Und was soll ich sagen, wir haben uns auch eins gekauft. Wir haben eins von der B-Ware genommen, das hat einen kleinen Makel wo das Fell an einer Stelle etwas abgeschoren wurde. Wir fanden, dass uns das nichts macht.

Die sind total lieb und Versenden es sogar nach Deutschland. Mehrwertsteuer wird dann abgezogen und so spart ihr noch ein paar Dollar. Der Versand kommt natürlich noch drauf und in Deutschland meistens der Zoll. Trotzdem, wer kein Bock mehr auf die ewig gleichen IKEA Schaffelle hat, sollte hier mal vorbei kommen. Hier nochmal der Link.

Arthur bekommt auch sein Fett weg

Und da wir ja auf dem Weg zum Lake Taupo sind und die ganze Familie kommt muss Arthur dran glauben und gewaschen werden. Ich glaube es hat ihm Spaß gemacht nach den ganzen Strapazen immer mit uns.

 

Deutsches Brot

Da wir allerdings noch einen Tag Zeit hatten bevor der Rest der Familie am See ankam, haben wir eine Nacht auf einem richtigen Campingplatz verbracht. Als wir dann am nächsten Morgen alles wieder am zusammen packen waren redete Michel von einem Schwein. Er redete immer vor sich hin uns sagte was mit Schwein. Ich hab schon gedacht er regt sich über irgendwelche anderen Leute auf. Aber plötzlich wusste ich was er meint. Ich hatte es auch gesehen. auf dem Platz gegenüber lag es, ein wirklich Zucker süßes Schwein, das in der sonne lag und schlief. Ich weis nicht ob es wirklich schlief, kann auch sein das es nur so getan hat aber es war echt knuffig.

Nachdem wir den Platz dann verlassen haben fuhren wir zu einer nahe gelegenen Farm. Dort ist immer Donnerstag und Freitag ein kleiner Markt. Uns hat es besonderes angelockt, dass es hier deutsches Brot geben soll. Das haben wir dann auch gleich gekauft. Ebenso wie eine ganze Tasche Bio Salat und zwei super leckere Pizzen. Falls ihr an einem Donnerstag oder Freitag am Lake Taupo seid, nehmt euch die Zeit und fahrt nach Turangi. Der Markt heist Awhi Market und ist wirklich nett gemacht. Hier könnt ihr im übrigen auch WWOOFen. Es gibt sehr viel zu tun. Wir durften uns alles ansehen, die ganzen Felder und was alles gemacht werden muss. Es gibt Hütten und ein kleines Lager, da ist Abends sicher richtig was los.

So meine lieben, das war’s mal wieder

ganz liebe Grüße Charly

will Du Dir die Seite bei Pinterest merken?

Schreibe einen Kommentar