Kroatien 2015

Kroatien Segeln Shilling Croatia 2015 Take a step

02.10.2015 – 10.10.2015

Kroatien Segeln im Oktober

Im Oktober war ich mal alleine unterwegs. Naja nicht wirklich alleine, aber zumindest ohne Charly.

Peter, Charlys Papa geht eigentlich alle zwei Jahre mit Freunden segeln, die anderen Jahre wird gewandert. Da ich auch schon das ein oder andere mal gesegelt bin, musste man mich nicht lange überreden.:-)

Segeln ist etwas ganz phantastisches. Ich bin gerne auf dem Schiff unterwegs, während man nur mit der Kraft des Windes durch das Wasser gleitet. Diese Freiheit, einfach mal die Seele oder auch die Beine baumeln zu lassen und Abends in irgendeiner Bucht zu Ankern, weit ab von irgendwelchen Häfen und dem Trubel, den man sonst so um sich hat.

Am 2. Oktober starteten wir zu dritt nach Feierabend in Richtung Kroatien. Den Rest der Crew sollten wir vor Ort treffen. Unser Kapitän war schon bereits eine Woche auf hoher See unterwegs und sollte das Schiff schon ordentlich einfahren.

Am Samstag Morgen kamen wir dann nach einer unterhaltsamen und entspannten Fahrt in Zadar an. Natürlich ging es direkt in die Stadt auf den Markt. Einkaufen war angesagt, wir brauchen Kräuter, Gemüse, Fleisch und Käse. Alles war von Peter dem Smutje perfekt aufgelistet und musste nur noch abgearbeitet werden:)

Gegen späten Vormittag trafen wir dann in der Marina ein. Es regnete wie aus Kübeln. Also warteten wir erst einmal ab. Als der Regen ein bisschen nachgelassen hatte konnten wir dann das Schiff beziehen und die Kojen fertig machen. Die Spannung steigt und alle sind froh, endlich geht es los. Unsere Vorgänger haben uns etwas Gemüse und Obst in den Schränken gelassen, so dass wir hier auch noch einmal unsere Vorräte gut erweitern konnten.

Nach einem kurzen Check und dem wichtigsten „good to know“ von unserem Skipper Raimund ging es dann los. Wir manövrierten unsere „Ares“ eine Bavaria 44 aus dem Hafen und schipperten – nein segelten über Wellen und durch den Wind in eine ruhige Bucht zum übernachten.

 

An den nächsten Tagen ging es dann erst in eine Bucht bei der Insel Olib, hier war das Wasser super. Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen war hier absolut angesagt.Weiter geht es nach Silva, hier müssen unbedingt ein paar Utensilien für unseren Smutje eingekauft werden. In der Nähe von Dugi Otok ankern wir in einer ruhigen wind- und wellengeschützten Bucht.

Am nächsten Tag sollte es dann eigentlich Richtung Süden weitergehen. Dafür mussten wir weit raus aufs Meer um am Wind die nötige Kurve zu bekommen. Der Plan war gut, leider passte der Wind dann nicht mehr. Also musste unser Skipper schnell umdenken und so landeten wir im Hafen von Botzawa. Hier machen wir fest und ergattern uns noch schnell ein paar Plätze in einem Lokal. Eine riesige Fleischplatte mit Beilagen stärken uns nach diesem Tag.

Am Abend  regnet es dann richtig. Am nächsten Morgen leider immer noch. Also frühstückte ein Teil der Crew unter Deck und der ein oder andere fährt das Schiff schon einmal Richtung „besser Wetter“.  Kurz drauf kam dann das Highlight der Woche. Delfine! Alle stürmen an Deck und jeder versucht das perfekte Bild zu schießen.

Das Erlebnis vertreibt ein wenig die gedrückte Laune wegen des Wetters. Wir fahren weiter und übernachten in einer tollen Bucht. Hier soll wohl irgendwann einmal ein Restaurant entstehen. Die Insel ist voll mit Olivenbäumen und wir können hier toll anlegen. Am späten Abend machen dann noch ein paar Kroaten seitlich an unserem Boot fest. Am Morgen wird gut gefrühstückt und wir schauen unseren Nachbarn noch kurz beim Fischen zu. Dann aber geht es weiter, wir wollen wieder zurück Richtung Sukosan.

Wir ankern wieder in einer vermeintlich ruhigen Bucht. Dass hier die Fähre wohl  am Morgen wieder vorbei fährt, war uns bewusst. Die Nacht war etwas unruhiger als die Nächte davor. Das Wetter war einigermaßen und ich nutze die Nacht um das erste mal auf Deck zu übernachten. Mit dem Schlafsack vorne auf dem Schiff nahm ich mir vor die Nacht zu überstehen und nicht im Wasser zu landen. Das hat fast geklappt:) Es hat ein bisschen genieselt, also hab ich mich nach hinten verzogen und die Nacht dort verbracht.

Dann ist er da, der Freitag. wir müssen zurück und kommen nur unter Motor voran. Dort angekommen, tanken wir erst einmal den Diesel wieder voll und starten dann noch ein paar Manöver vor dem Hafen.

Der Skipper musste dann noch in den Mast. Ich glaube da oben war was locker. Nach einem perfekten Einparkmanöver rückwärts zwischen zwei Boote staunten die Vercharterer nicht schlecht. Das Abschlussessen haben wir dann in einem gemütlichen Lokal genossen und sind in die letzte Nacht an Bord gestartet. Am Samstag sind wir dann, diesmal zu viert, denn jetzt muss Raimund unser Skipper wirklich mal nach Hause, Richtung Deutschland aufgebrochen.

Eine tolle, ereignisreiche und spannende Woche war schon vorbei. Die Eindrücke sind jedes mal berauschend und ich will unbedingt meinen Segelschein machen. Ich hoffe, dass ich 2016 genug Zeit dafür habe.

Also jetzt noch ein paar Fotos und Euch alles Gute.

Bis bald Micha

 

2 Replies to “Kroatien 2015”

  1. So ein Segeltörn wär auch mal für uns – vor allem bei diesen Sonnenuntergängen 😉
    Schönen Blog habt ihr – freu mich schon auf weiter Geschichten!
    LG aus Wien

    1. Hallo Romeo,
      danke Dir für Deinen Kommentar. Und ja, segeln müsst ihr unbedingt einmal auf Eure Liste setzen. 😉
      Wir starten gerade und versuchen im Moment alle handschriftlichen „Tagebücher“ online zu bekommen.
      Viele Grüße nach Wien

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