Die letzten Tage in Australien Pinguin und co

Ja sie waren doch schneller da als wir gedacht haben. So schnell können 5 Wochen also rum sein, als ich noch gearbeitet habe ist die Zeit nicht so im Flug vorbei gezogen. Aber ich glaube, dass ist ganz normal. in den letzten Tagen haben wir viel, sehr viel erlebt. Wir haben Tiere gesehen die wir vorher nur aus dem TV oder von Bildern kannten. Michel muss Strafe zahlen weil er zu schnell unterwegs war und so weiter.

Die letzten Tage sind angebrochen

Als wir dann den Wilson Nationalpark hinter uns gelassen hatten, hatten wir schon ein ganz komisches Gefühl. Von hier aus ging es für weiter nach Phillip Island. Wir hatten gehört, dass man dort Pinguine sehen kann, das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Da auf Phillip Island direkt kein günstiger oder gar kostenloser Campground war haben wir einige Kilometer vor der Insel unser Lager für die Nacht aufgeschlagen.

Hierbei handelte es sich um einen kleinen Rasthof, es gab eine Tankstelle mit Shop, ein Mc Donalds und Toiletten die auch Nachts geöffnet sind. Wir hatten eine ziemlich ruhige Nacht, da kaum andere Leute da waren.

Am nächsten Morgen sind wir dann zur Insel gefahren. Wir hatten gelesen, das es hier auch Koalas gibt. Diese konnten wir uns dann aber doch nur in einer Koala Station anschauen und wir hatten auch das vergnügen einen Koala rufen zu hören. Wirklich sehr interessant, ich hatte schon gedacht das sich Schweine in das Gehege verirrt haben. Dem war allerdings nicht so. Schaut mal bei YouTube nach, da gibt es mehrere Videos die dieses seltsame, garnicht zum flauschigen Koala passende Geräusch zeigen.

Die Station kostet natürlich Eintritt. Uns wurde, wenn wir auch die Pinguine sehen wollen, ein 3er Ticket angeboten.  Damit konnten wir die Koalas sehen, uns auf einer alten Farm umschauen und Abends die Pinguine sehen. Es gibt nur einen Normalpreis und einen Preis für Kinder, sowie für Senioren. Ich habe ja einen Studentenausweis, der wird aber nicht anerkannt, weil alle Einnahmen direkt den Tieren zu gute kommen?! Versteht ihr sicherlich oder? Ich nicht! Naja und da Michel nicht als Rentner durchgeht haben wir dann beide voll bezahlt.

Wir haben also wie gesagt mit den Koalas angefangen, das war wirklich ziemlich cool, denn es waren ein paar Tiere zu sehen.

 

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Churchill Isaland Heritage Farm

Hier wussten wir nicht so ganz was uns erwartet, hätten wir es gewusst dann wären wir hier gewiss nicht hingefahren und hätten schon gar kein Geld bezahlt für den Eintritt. Warum? Naja, hierbei handelt es sich um eine sehr alte Farm die zu einer Art Freilicht Museum umgebaut wurde. Bis dahin ist noch alles ok. Da es sich hier um eine Farm handelt dürfen natürlich auch die Tiere nicht fehlen. Außerdem gibt es jeden Tag zu gewissen Uhrzeiten Vorstellung wie Schafe scheren oder ähnliches.

Ja und da haben wir schon das Problem. Die Schafe die auf dieser Farm gehalten werden sind total verängstigt, und fast alle humpeln sehr stark. In einem anderen Stall standen die frisch geschorenen Schafe, diese hatten Schnittwunden am gesamten Körper und humpelten auch stark. Ich glaube nicht das es den Tieren auf dieser Farm so schlecht gehen muss. Fast hätte man meinen können, dass es sich um eine Auffangstation für verletzte Tiere handelt. Ausserdem stand hier ein Pferd, welches eine genähte Wunde hatte, man konnte die Fäden noch sehr gut sehen. Aber nicht nur wir konnten sie sehen sondern auch das Kalb welches mit dem Pferd auf der Wiese stand. Das Kalb hat die ganze Zeit an der frischen Wunde des Pferds romgeknabbert. Das hat dem Pferd sichtlich sehr weh getan und der Wunde nicht gerade gut. Einfach schrecklich.

Ach ja und bevor ich es vergesse, am Eingang der Farm ist ein Käfig in dem ein Kakadu sitzt. Für deutsche Verhältnisse nichts außergewöhnliches ich weis. Aber in Australien fliegen die Vögel frei herum. ich finde es einfach schlimm wenn man dieses Tier einsperren muss. Wie ihr euch also denken könnt, hier werden wir euch einen Besuch definitiv nicht empfehlen!

Pinguin Parade

Nachdem wir die Heritage Farm auf Churchill Island verlassen hatten machten wir uns schon langsam auf den Weg zur Pinguin Parade. Wir hatten ja mittlerweile schon die richtige Stimmung. Als wir auf dem riesigen Parkplatz angekommen sind haben wir uns schnell mac and cheese gekocht. Als wir gut gegessen hatten sind wir dann in das große Gebäude gegangen. Dort waren dann richtig viele Leute.

Direkt bevor es eigentlich los geht kann man Fotos machen lassen, vor einer Wand und am PC fügt der professionelle Fotograf dann dein Bild direkt vor den Pinguinen ein. Das Teil wird dann ausgedruckt und Du kannst dann glaube für 17 Dollar EIN Foto oder für 20 Dollar ein USB Stick mit dem Foto kaufen:)

Wir haben kein Foto gemacht. Sind dann aber den Massen gefolgt und an einer riesigen Tribüne angekommen. Hier finden wirklich sehr, sehr viele Menschen Platz. Ausserdem gibt es eine VIP Tribüne, die extra errichtet wurde, damit man den Pinguinen noch näher sein kann. (Und natürlich auch entsprechend viel mehr zahlen kann)

Muss das alles sein?!

Mehrmals wurde dann über Mikrofon darauf hingewiesen, dass man die Tiere bitte nicht Fotografieren soll, da das nicht gut für die Tiere ist. Wir haben uns dann so unsere Gedanken gemacht ob es denn gut für die Tiere ist wenn jeden Abend mehrere hundert Menschen auf Beton Tribünen darauf warten sie aus dem Meer watscheln zu sehen. Und ob die Scheinwerfer die auf dem Strand verteilt sind die Tiere mehr stören als die ständige Beschallung via Mikrofon. Aber wir wollten ja auch die Tiere sehen, man ist da wirklich hin und her gerissen. Der „Ranger“ hat wie gesagt mehrmals darauf hingewiesen dass keine Bilder gemacht werden dürfen, man darf aber sobald die Pinguine vorbei sind, auf den markierten Wegen den Tieren hinterher hetzen und diese bis zu Ihren Höhlen verfolgen.

Naja es ist halt alles sehr fraglich ob das alles so gut für die Tiere ist. Natürlich haben wir uns gefreut diese goldigen kleinen Tierchen mal aus nächster Nähe sehen zu können aber wie gesagt, ist das nicht vielleicht alles zu viel?

Nachdem schon viele der Tiere ihren Weg vom Meer über den Strand in Richtung ihrer Höhlen gefunden hatten, gingen auch die Massen langsam aber sicher nach Hause. Auf diesem weg kamen sich Menschen und Pinguine sehr nah. Und schnell wurden die Kameras gezückt. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Auf dem Weg zur Raststätte

Wir wurden dann noch darauf hingewiesen, dass wir vor dem losfahren unter unsere Autos schauen sollen, und das man auf dem Parkplatz besonderes Vorsichtig fahren soll, da die Pinguine auch dort ihre Nester haben. Wir hatten darauf gehofft einen der goldigen Kerlchen unter unserem Auto sitzen zu haben, aber leider war dem nicht so. Auch auf dem Parkplatz haben wir kein Tier mehr gesehen.

Wir ließen also Philipp Island mit samt der dortigen Tiere zurück und fuhren Spät im dunkeln wieder auf den Rastplatz auf dem wir schon die Nacht zuvor verbacht haben.

Die letzte Nacht im Appollo Camper

Nachdem wir ausgeschlafen hatten ging es für uns auf dir Mornigton Peninsula. Dort verbrachten wir die letzte Nacht in unserem Mietcamper bevor wir diesen zurück geben mussten. Wie haben uns also auf einen Camping Platz eingebucht um dort alles vorzubereiten. Wir mussten unsere Reisetaschen wieder einräumen, all die Lebensmittel verstauen und alles mehrfach durchschauen, das wir auch nichts vergessen.

Es war schon ein komisches Gefühl den Camper wieder herzugeben, nachdem wir so eine tolle Zeit in ihm verbracht haben. Andererseits freuten wir uns aber auch darauf, endich wieder in einem richtigen Bett schlafen zu können. Wir hatten uns nämlich über airbnb ein Zimmer in Melbourne gemietet. Dort hatten wir dann noch 3 Tage Zeit uns die Stadt anzuschauen. Nach einer Irrfahrt durch die Stadt kamen wir dann endlich an unserer Unterkunft an.

Warum?!

Wir parkten an der Straße und sahen schon das Haus, in dem wir schlafen sollten. Es war kein schöner Anblick. Das Gras war bestimmt 20-30 cm hoch und die Rollos und Gardinen hingen wenn überhaupt total schief in den Fenstern. Da wir nicht mehr langen Zeit hatten bis wir den Camper abgeben mussten brachten wir unsere Sachen schnell zum Haus. Wo wir freundlich begrüßt worden sind. Wir haben uns erstmal beeilt um alles reinzubringen. Und nach und nach viel uns dann auf, wie schlimm es in diesem Haus überhaupt aussah. Überall waren Staubmäuse und Spinnennetze.

Bevor wir in unserem Zimmer irgendetwas machen konnten hat Michel sich ein Herz gefasst und dieses erstmal gefegt. Ohne Mist, aber das ganze Kehrblech war voll. Einfach schrecklich.

Wir fuhren dann erstmal zu Apollo und gaben unseren Camper ab. Der Typ von Apollo war total nett und hat sich alles kurz angeschaut. Ganz anders als die Dame in Cairns. Dann ließen wir uns in ein nahegelegenes Shoppingcenter fahren, dort haben wir dann einige Zeit verbracht, wir hatten nämlich absoult keine Lust länger in unserer Unterkunft zu bleiben als wir müssen.

Ihr fragt euch jetzt bestimmt warum wir uns nicht eine andere Unterkunft gebucht haben. Naja ganz einfach, wir haben wirklich recht viel Gepäck dabei. wir haben zwei große Reisetaschen und jeder von uns hat noch einen Rucksck (40L/50L) , ausserdem hatten wir noch die ganze Bettwäsche und all die Lebensmittel und was wir sonst noch so gekauft haben. Und auf die schnelle mit all dem Gepäck eine andere Unterkunft zu finde ist garnicht so leicht, schließlich muss all das auch irgendwie Transportiert werden.

Wir haben natürlich das ein oder andere Fotos gemacht. Aber das wollen wir Euch nicht zumuten. Wir haben unser Zimmer erst einmal 20 Minuten gekehrt und danach geputzt. Und wir waren froh dass wir unsere Microfaserschlafsäcke dabei hatten.

Auf in die Stadt

Am nächsten Morgen wollten wir uns dann die Stadt anschauen. Wir sind also ca 20 Minuten zur Bahnstation gelaufen. Dort angekommen stellten wir dann fest, das wir dort kein Ticket kaufen können. Die nächste Station war zu Fuß circa 40 Minuten entfernt, also bestellten wir uns ein Uber Taxi. An der Bahnstation bekamen wir dann eine Karte mit der wir alle Bahnen im Netz nutzen konnten, die Dame am Schalter buchte uns Geld auf die Karten und erklärte uns, dass wir diese dann in der Innenstadt am Bahnhof abgeben müssen wenn wir die Stadt verlassen, dann bekommen wir auch die 12 Dollar Kaution wieder.

Das hatten wir also verstanden und fuhren in die Stadt. Direkt am Federation Square konnten wir aussteigen, dort gingen wir dann in das Visitor Center und schauten uns an, was wir alles in der Stadt machen können.

Für die nächsten Tage hatten wir uns dann vorgenommen eine Free Walking Tour zu machen, uns die Banksy Ausstellung anschauen, auf den Markt gehen und und und. Die Banksy Ausstellung schauten wir uns dann am nächsten Tag an, das war wirklich ganz cool und hat sich echt gelohnt. Den Markt haben wir uns auch angeschaut aber die Free Walkin Tour haben wir leider nicht geschafft.

Pechsträhne?

Wir hatten zwar die richtige Uhrzeit aber waren dummerweise am falschen Ort. Da wir uns bei TripAdvisor mehrere Free Walking Touren in Melbourne angeschaut haben wir wohl zwei Touren miteinander vermischt.

Diese Pechsträhne hat sich wirklich wie ein Roter Faden über die letzten Tage gelegt. Erst die schreckliche Unterkunft, die Sache mit der Bahnstation und dann noch die Free walking Tour. Nachdem wir diese verpasst haben sind wir zu dem Bahnhof gegangen wo wir unser Karten wieder abgeben sollten, wie ich schon sagte Pechsträhne roter Faden und so, die Frau hat uns das falsch gesagt, es gab kein Geld zurück.

Was soll ich da dann noch zu Melbourne sagen? Es fällt mir wirklich sehr schwer. Ich denke, wir haben echt eine blöde Zeit erwischt und Pech gehabt. Vielleicht sollten wir Melbourne noch eine Chance geben und nochmal dorthin fliegen, was meint ihr?

Fazit unserer Australien Reise

5 Wochen Australien, die bis auf die letzten Tage einfach unglaublich toll waren. Wir haben Tiere gesehen, die wir nur aus Büchern bzw aus dem Fernsehen kannten. Wir haben unglaublich schöne Landschaften gesehen, unendliche Weiten und viele Gegensätze. Konnten uns Aboriginal Kunst anschauen die bis zu 40.000 Jahre alt ist. Wir haben wochenlang auf engstem Raum gelebt.

Es war einfach eine tolle Zeit in Australien, ich denke das wir bestimmt nochmal wieder kommen werden, denn es gibt noch soviel was wir noch nicht gesehen haben.

Und jetzt geht es auf nach Neuseeland.

Ein Wiedersehen auf das wir seit Monaten hinfiebern. Wir haben so viel vor. Wir wollen einen Camper kaufen und ein bisschen umbauen. Und wir wollen uns gaaaanz viel Zeit nehmen und das Land genießen. Und ich will schauen ob ich irgendwo Kiwis pflücken kann mit meinem Visum.

Also bis bald

 

Cheers Charly

2 Replies to “Die letzten Tage in Australien Pinguin und co”

  1. Richtig guter Artikel 🙂

    Ich drücke euch ganz fest beide Daumen, dass euch die Pechsträhne aus Melbourne nicht weiter verfolgt 😉

    Ganz liebe Grüße,

    Mascha

    1. Hey Mascha,
      vielen Dank für die Blumen. Wir denken auch, dass es jetzt reicht mit dem „Pech“. Falls sowas in der Art nochmal kommt ignorieren wir es einfach:-)
      Viele liebe grüße von uns
      deine Charly

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