Die kalten Blue Mountains und Sydney

Blue Mountains und Sydney

Es geht immer weiter für uns. Da wir einen festen Termin haben, an dem Wir den Camper abgeben müssen, können wir leider nicht für längere Zeit an einem Ort verweilen. Wir fahren also immer weiter in Richtung Süden. Bevor wir aber nach Sydney rein fahren, machen wir noch einen Stopp in den Blue Mountains.

Die Blue Mountains

Unser Ziel war der Blackhead Glenn Touristik Park. Als wir auf dem Campingplatz ankommen haben wir, wie jeden Tag in den letzten Wochen, unsere kurzen Sachen und Flip Flops an. Unseren Nachbarn der einen dicken Fleece Pullover an hat belächeln wir zu Anfang noch. Und auch, dass er eine Sturm Sicherung über seine Markise gespannt hat blenden wir kurzerhand aus.

Es ist wirklich sehr windig! Als ich in unseren treuen Hiace Camper steige spüre auch ich das verlangen etwas wärmeres anzuziehen. Also lange Hose, Pullover und richtige Schuhe an. Wir machen uns im Camper eine Kleinigkeit zu essen und wollen danach die Gegend erkunden. Das machen wir dann auch, wir gehen auf die Suche nach mehreren Caches und werden auch fündig. Wir sind sehr froh, als wir wieder auf dem Campingplatz ankommen und uns etwas aufwärmen können. Das sind wir wirklich nicht gewohnt, dass es auf einmal so kalt ist. Aber naja, wir hätten ja in die Wettervorhersage schauen können.

Abends machen wir uns dann im Camp Kitchen ein leckeres Abendessen. Für Michel gibt es Burger und für mich überbacken Zucchini alla Papa. Da die Küche brechend voll ist und niemand der „deutschen“ Gäste seinen Wein in seinem warmen Wohnmobil trinken möchte, essen wir draußen. 🙂

Wenn’s kalt ist schlafen?!

Als wir Abends den Camper fürs schlafen vorbereiten merken wir, dass wir absolut unvorbereitet sind. Wir hatten uns ja zu Anfang Bettbezüge, Kissen und eine Fleecedecke gekauft. Naja hier wurde es in der Nacht allerdings kalt und wenn ich das sage, dann meine ich richtig kalt! Es waren nur 2 Grad.

Naja jetzt stell dir mal vor du bist in einem Campervan unterwegs, hattest zu Beginn der Reise ca. 30 Grad und hast jetzt plötzlich Nachts nur noch 2 Grad. Noch dazu hat der Camper natürlich keine Heizung. Es war wirklich schweinekalt. Ich glaube ich hatte kurz vorm einschlafen eine kleine Panikattacke die sich in einem Lachanfall zeigte. Ich hatte vorher ein paar mal gelesen, das es schon passiert ist, das Backpacker im Winter in ihren Autos erfroren sind, diese Gedanken kamen mir natürlich im richtigen Augenblick.

Damit es wenigstens etwas warm wurde hatte Michel unerlaubter weise unseren Gaskocher kurz angemacht. Da wir, wie gesagt keine Bettdecke hatten, sondern nur den Bezug, haben wir uns dick angezogen und uns dann ins Bett gelegt. Ich glaube ich habe in dieser Nacht des öfteren an Titanic gedacht.

Nach ein paar kurzen Stunden Schlaf wurde ich dann also wach, ich hatte eine lange Hose an, dicke Merino Wandersocken ein T-shirt, ein Langarmshirt und darüber noch eine Kaputzenjacke. Als mir klar wurde warum ich wach war wäre ich fast verzweifelt. Ich musste auf die Toilette, raus in die Eiseskälte und einmal quer über den Campingplatz. Also schnappte ich mir kurzerhand meine Daunenjacke und Michels Wanderhose die ich dann noch überzog. Und los ging es.

Ich war so froh, als diese Nacht vorbei war und wir beide beschlossen nach dem Frühstück eine Bettdecke zu kaufen. Das beste nach dieser Nacht war allerdings die heiße Dusche.

Der Campingplatz hat uns inkl. Strom 45 Dollar gekostet. Ob wir nochmal auf diesen Platz fahren würden? Ich glaube nicht.

Vorbereitet auf in die kalten Nächte

Ja wie wir es besprochen hatten fuhren wir direkt nach dem Frühstück nach Katoomba, in die größte Stadt der Blue Mountains um uns dort mit einer Bettdecke und weiteren Fleecedecken auszustatten. Da können wir uns nur glücklich schätzen, dass die Supermärkte in Australien auch Sonntags auf haben.

Da es in der vergangenen Nacht so kalt war konnten wir es kaum glauben das in den kommenden Tagen so schönes Wetter war. Es war wirklich toll. Am Himmel waren kaum Wolken zu sehen und wir brauchten keine Jacken.

Wir haben in den nächsten Tagen mehrere Walks gemacht und uns mehrere Lookouts angeschaut. Da wir es nicht eingesehen haben so viel Geld für einen Stellplatz auszugeben haben wir in der App Wikicamps Ausschau nach einem günstigeren Platz gesucht. Wir sind fündig geworden, das beste daran war, das der Platz gar nichts gekostet hat. Er hatte aber Toiletten die auch in der Nacht geöffnet sind und eine kalte Dusche. Naja das lässt sich ja irgendwie umgehen. Michel hat sich morgens unter die kalte Dusche getraut, ich habe lieber bei wikicamps nach einer öffentlichen warmen Dusche Ausschau gehalten. Die habe ich dann auch gefunden. Das Schwimmbad in Katoomba bietet die Möglichkeit dort für 3$ warm zu duschen so lange man will.  Das finde ich wirklich super nett von den Betreibern und eine tolle Sache.

Scenic World Katoomba

Am Mittag fuhren wir dann in die Scenic World in Katoomba. Dort gibt es mehrere Bahnen (eine Zahnradbahn, eine Seilbahn und eine Gondel) mit denen man sich die three sisters anschauen kann und man hat die Möglichkeit unten im Wald mehrere Walks zu machen. Runter in den Wald kommt man entweder mit der Zahnradbahn und mit der Seilbahn. Wir haben uns dazu entschlossen den 50 minütigen Walk zu gehen. Da wir aber nur 60 Minuten Zeit hatten bis die letzte Bahn hoch fuhr haben wir uns darauf konzentriert etwas zu filmen und zu laufen.

Unten war es dann leider nicht so gut beschildert. es waren zwar immer mal wieder Schilder da die in unterschiedliche Richtungen zeigten aber wo unser Weg nun wirklich lang ging war schwer zu entziffern. Wir haben es aber trotzdem geschafft und waren nach nur 30 Minuten am Ende des Walks angekommen. Also konnten wir ihn Ruhe mit der Seilbahn nach oben fahren und uns dort im Souvenir Shop umschauen. Das ganze Bahnfahren gab es natürlich nicht umsonst. Für Erwachsene kostet der Eintritt 39$ und für Studenten 35$.

Am Abend fuhren wir zurück auf den Bulls Campplatz wo wir noch eine Nacht verbrachten. Am nächsten Morgen fuhren wir direkt ins Schwimmbad um zu duschen. Danach fuhren wir auf eine Day use area in der Nähe der scenic World um dort zu frühstücken. Nachdem wir eine Weile dort gesessen hatten kam ein Mann, der dort völlig in seine Tai Chi Übungen versunken war. Allein das zuschauen hat uns schon entspannt. Nach dem Frühstück machten wir noch einen Walk der genau dort startete und bis zum Echo Point ging, von dort aus hat man einen super Blick zu den three sisters.

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Sydney wir kommen!

Nachdem wir auch diesen Walk gemacht hatten ging es für uns in Richtung Sydney. Von unterwegs hatten wir uns bereits einen Platz auf einem Campingplatz reserviert. Wir haben eingeplant 2 Nächte auf dem Campingplatz zu verbringen. Hier kostet eine Nacht 44$, das war auch kein Schnäppchen allerdings ist es Sydney und es war recht zentral.

Als wir am nächsten Morgen in das Waschhaus gegangen sind waren alle duschen kalt. Ich habe mich dann auf den weg zu einem der anderen Waschhäuser gemacht, naja dieses wurde gerade gereinigt, also konnte ich dort auch nicht duschen. Auf dem Rückweg holte ich Michel an Waschhaus Nummer eins ab und wir gingen zur Rezeption um uns zu beschweren. Die Dame schickte uns ans andere Ende der Anlage, dort gibt es ja auch Duschen. Naja diese Duschen waren wirklich sehr alt und nicht wirklich schön.

Als wir dann beide frisch geduscht am Camper angekommen waren, packten wir alle unsere Sachen und gingen zur Laundry und wollten unsere Wäsche waschen. Genau wir wollten, das Problem war, das die Waschmaschinen gewartet wurden. Beim zweiten Waschhaus waren natürlich alle Waschmaschinen besetzt und bei dem Haus wo wir geduscht haben konnten wir dann endlich waschen.

Ja wir waren wirklich ziemlich angenervt, denn all das kostete uns so viel Zeit die wir viel besser nutzten wollten.

Jetzt ab in die Stadt

Da Michels iPhone vor ein paar Tagen einen Unfall hatte, haben wir uns dazu entschieden in Sydney zum Apple Store zu gehen und dort von der Apple Care Gebrauch zu machen. Vom Campground aus mussten wir circa 15 Minuten laufen bis wir den Bahnhof erreichten. Von dort aus dauerte es dann ca 30 Minuten bis wir unser Ziel, den Apple Store erreichten. Leider hat uns auch der Apple Store sehr viel Zeit gekostet, denn es war wahnsinnig viel los.

In der Zwischenzeit schauten wir uns etwas in der Gegend um den Store herum um und haben bei Healthy Burger zu Mittag gegessen, inklusive Getränke hat das 38$ gekostet. Nach ca. zwei bis drei Stunden bekamen wir dann eine Nachricht vom Store, das wir das Handy endlich abholen können. In der Wartezeit haben wir uns überlegt was wir in den nächsten Tagen machen wollen. Wir haben gesehen, dass es im Opernhaus auch deutsche Führungen gibt. Wir haben uns dann nachdem wir das Handy geholt haben auf dem Weg zur Oper gemacht und dort  haben wir dann direkt für den nächsten Tag Karten für die deutsche Führung bekommen. Das war super. Also ging es wieder zurück auf den Campingplatz und am nächsten Tag wieder in die Stadt. Wir wissen ja jetzt wie es geht.

Abends auf dem Campingplatz hatten wir dann Besuch, über den Michel sich sehr gefreut hat. Zu Beginn hörten wir immer mal wieder was im Baum raschen doch irgendwann saß er dann da. Ein Opossum.

Sydney Opera

Wie schon am Tag zuvor sind wir wieder mit dem Zug in die Stadt gefahren. Da wir nur zwei Nächte auf dem Platz gebucht haben, haben wir unsern Camper vor dem Campingplatz geparkt.

Wir hatten uns ja für die Führung in der Oper angemeldet. Für insgesamt 65$ durften wir uns die Oper von innen anschauen und haben sehr viel interessantes  über die Oper erfahren. Diese Tour ist jeden Dollar wert und wirklich sehr interessant.

Nachdem die Tour vorbei sind wir dann in der Nähe des Hafens essen gegangen. Wir haben uns für Crêpes entschieden. Was letztendlich doch nicht so günstig war wie wir es gehofft hatten.

Als wir dann unseren Camper wieder am Campingplatz abgeholt haben sind wir auf einen freien Campingplatz gefahren, dieser war in Cronulla. Wir haben direkt am Strand gestanden und konnten die Toiletten und die kalten duschen der Baywatch nutzten. Auserdem war direkt vor dem Baywatch Gebäude eine Telstra Telefonzelle, dank der wir freies Wifi hatten.

In den nächsten tagen geht’s dann weiter in den Süden,

bis dahin sagt uns was wir besser machen können und was euch gefällt 🙂

ciao Charly

 

 

One Reply to “Die kalten Blue Mountains und Sydney”

  1. Ganz toller Artikel :-)))

    Freue mich jedes mal auf´s neue zu lesen, was ihr schon alles tolles erlebt habt 🙂

    Ganz liebe Grüße,

    Mascha

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