Australien 2016 – Und weiter geht es an die Ostküste

Australien Cairns Ostküste

Einen Flug später

und wir sind in Cairns an der Ostküste. Wir landen am Abend relativ spät und sind ein bisschen gerädert. Aber keine Zeit zum ausruhen, zumindest noch nicht. Wir schnappen uns ein Taxi und fahren in unser AirBnB. Wir haben uns bei Shakimra und Brett eingemietet. Hier wollen wir die ersten zwei Nächte verbringen und dann am Sonntag endlich unseren Camper abholen. Wir kommen also relativ spät an. Aber für die beiden kein Problem. Alle sind noch wach und Brett saß gerade noch vor unserem Zimmer am Flügel und war am spielen.

Dazu muss man sagen, dass die beiden sehr musikalisch sind und Brett auch noch ein echt guter Fotograf. An dem Abend ist uns das aber alles noch gar nicht bewusst und wir legen uns einfach nur noch hin und schlafen.

Unser erster Samstag in Cairns

Am Samstag schlafen wir ein bisschen aus. Das Bett ist total bequem und wir haben das komplette Untergeschoss für uns. Es gibt ein Bad, eine separate Toilette und zwischen diesen Zimmern und unserem Schlafzimmer ist das Musik / Foto Zimmer…:-) Hier stehen ein paar Gitarren und ein weißer Flügel.

Und auch ein Kühlschrank, ein Wasserkocher und was wir noch so brauchen, denn jetzt wird gefrühstückt. Shakimra hat alles für uns vorbereitet und alles steht im Kühlschrank bereit. Als wir dann draußen vor dem Pool sitzen kommt Brett vorbei und sagt uns dass wir wahnsinniges Glück gehabt haben. Denn es gibt in der Nähe ein Food und Musik Festival. Und Brett tritt mit seiner Band auf. Wir können mit, wenn wir wollen. Klar wollen wir.

Am späten Nachmittag geht es dann los. Es ist alles direkt am Meer. Das Wetter ist hervorragend und die Stimmung ist gut. Wir schlendern ein bisschen durch die Gegend und setzen uns dann, bevor Brett loslegt in das Pub direkt vor der kleinen Bühne. Wir treffen dort zwei nette Australier, die uns viele viele Tips geben, was wir sehen müssen, was wir nicht sehen müssen. Alles spannend und echt aufregend. Bretts Band ist super und es ist ein echt toller Abend. Wir holen und noch schnell was zu Essen, weil wir müssen nach hause. Brett bekommt noch Besuch und wir sind eingeladen den Abend mit den beiden zu verbringen.

Marc ist auch Fotograf und kann auch ganz ordentlich Klavier spielen. Es wird echt ein klasse Abend mit vielen Geschichten, viel Musik und Marc zeigt und seine Interpretation des Didjeri Doo. Es ist im übrigen das erste mal dass wir jemanden Didjeri Doo spielen hören. Und außerdem ist es zwischendurch ganz schön mit Marc auch mal deutsch zu sprechen:-)

Camperdays Hippie Camper und Apollo

Am Sonntag lassen wir es mal gemütlich angehen und können um 10 Uhr unseren Camper abholen. Wir haben über Camperdays in Deutschland einen Camper gebucht. Dieser ist von Hippie Camper und wir holen ihn bei Apollo ab. Na, noch alle dabei?;-) irgendwie komisch. Aber naja, ich vermute dass die alten ranzigen Camper die bei Apollo keiner mehr haben will dann einfach Hippie Camper werden. Aber wir wollten billig, also bekommen wir auch billig.

Oder wir bekommen ein Upgrade. Wir hatten eigentlich einen niedrigen Camper reserviert. Hintergrund war natürlich der günstige Preis. Aber wir wollten das auch

testen. Weil wir uns ja in Neuseeland einen Camper kaufen wollen, dachten wir uns, wir testen in Australien mal die Höhe. Also nehmen wir einen niedrigen, dann sind wir in Neuseeland vielleicht froh, wenn der Camper etwas höher wird. Aber nix da, wir bekommen ein Upgrade und bekommen einen Hightop. Das ist super, weil ersten viel größer, zweitens eigentlich mindestens 3 mal so teuer und drittens ist er höher;)

Und dann die vielen Zusatzverkäufe…

Das ganze lässt darauf schließen dass wir uns mittlerweile mit der Fahrzeugsuche in Neuseeland echt schwer tun, denn jedesmal wenn wir einen niedrigen Hippie Camper irgendwo sehen, wird uns schnell klar, dass und das sicher zu klein und eng wird. Bei Apollo, oder Hippie Camper versucht man uns dann noch jede Menge Versicherungen zu verkaufen. Hätten wir das gemacht, dann hätten wir für die Versicherung mehr bezahlt als für den ganzen Camper. Immer wieder werden wir darauf hingewiesen dass wir ja ein Upgrade bekommen haben.

Ja! Toll. aber das habe ich mir erstens nicht ausgesucht und das bedeutet ja auch nicht dass ich jetzt Extras im Wert von 800 Dollar dazu buchen muss. So etwas geht mir echt meeeeega auf den Sender. Wieso setze ich mich im Vorfeld zuhause hin, sortiere stundenlang Angebote und überlege mir genau was ich alles brauche? Aber hey, wir haben ein Upgrade. keine Ahnung wieso, ich glaube es gab nur noch einen niedrigen. Und wir hatten einfach Glück. Wir haben ihn natürlich genommen. Und wir freuen uns.

Camper beladen, einkaufen und dann los…aber wohin?

Zurück erstmal in unser AirBnB Brett und Shakimra haben uns angeboten solange zu bleiben bis die beiden neuen Gäste aus Frankreich eintreffen. Wir hätten den Pool noch nutzen können und uns noch ein wenig ausruhen können. Wir haben aber nur unsere Klamotten untergestellt bis wir den Camper hatten. Denn dann hält uns nichts mehr. Endlich einräumen. Was kommt wohin, was kann weiter weg? Eigentlich ganz einfach, aber doch irgendwie nicht schnell von der Hand. Ich hab da so meine eigenen Ideen. Charly hat auch ganz gute Einwände. Wir treffen uns dann meistens irgendwo in der Mitte oder Charly gibt auf. Aber wir bekommen alles rein. Das ist ja schon mal was.

Und dann kommt die Frage, wo fahren wir jetzt hin? Also Richtung Süden müssen wir ja. Die grobe Planung ist, dass wir über Sydney nach Melbourne wollen. Und dort am 4.11. den Camper wieder abgeben. Aber das wars dann auch schon. Klar wir haben ganz viele Tips von Freunden Familie und Bekannten. Aber wir haben mal wieder wie immer keinen Plan. Die Jungs aus dem Pub haben gesagt wir sollen in den Norden, bis nach Cape Tribulation. Da soll es super sein. Man muss aber eine Fähre nehmen. Schaffen wir das noch? Wie weit ist es? Da oben ist auch der Daintree Nationalpark. Der soll wirklich wirklich super sein. Also okay. Erstmal einkaufen. Das geht schon gut los. Lebensmittel bei Woolworth. Und dann zu BigW. Das ist ein großes Warehouse wo es alles gibt.

Und dann das! Kreditkarte weg!

Und dann, wir gehen zum Einkaufszentrum. Ich will noch schnell Geld abheben. Aussen sind 3 Automaten, ich nehme den mittleren. Ist nicht einmal der schönste von den dreien. Keine Ahnung wieso ich den nehme. Es ist auch der einzigste, der nicht funktioniert. Das merke ich aber erst, als es schon zu spät ist. Der gute hängt nämlich Windows 7 hat sich aufgegangen. Die Karte geht noch rein, und dann kommt nur noch „Bitte Warten“.  Das hat mir dann gerade noch gefehlt. Mittlerweile kannst Du ja mit der Kreditkarte auch Kontaktlos bezahlen, also nur noch drüberhalten, keinen Pin, keine Unterschrift.

Deswegen will ich nicht einfach gehen und jemanden suchen. Ich muss also hier stehe bleiben und Charly muss suchen. Der Sicherheitsmann kann uns nicht helfen, das Center sowieso nicht. Die Hotline sagt mir dass die Karte, wenn diese eingezogen wurde geschreddert werden muss, das ist so mit den deutschen Banken vereinbart… Oho.Und jetzt? Ich rufe nochmal an und wir versuchen der Dame zu erklären, dass wir ja nichts dafür können dass ihr Automat abstürzt. Wir überlegen eine zweite karte mit Sekundenkleber zu versehen und hinterherzustecken. Das lassen wir besser, oder ich lass es besser, nachdem Charly mir mehrfach versichert hat dass das sicher keine gute Idee ist.

Doch noch Glück?

Hm, am Telefon ist man dann einsichtig. Der Techniker wird verständigt. Da aber Sonntag ist, hat der natürlich auch keinen Bock vorbei zu kommen und das Softwareproblem kann er von zu Hause aus lösen. Er sagt also, er starten den Automaten neu und wenn die Karte raus kommt haben wir Glück und können sie uns nehmen, wenn nicht, dann Pech gehabt.

Wir haben Pech gehabt und mindesten 2 Stunden und eine Karte verloren. Wir hatten die extra neu eingerichtet. Bei der Fidor Bank kann man nämlich bis zu zweimal im Monat weltweit kostenlos abheben und gebührenfrei bezahlen. Das haben wir so noch bei keiner Bank gesehen, außer vielleicht bei der DKB. Aber naja Karte ist ja weg. Am Montag bestelle ich dann eine neue und schaue wie ich die nach Australien bekomme.

Aber dann Einkaufen und Campen

Wir decken uns also ordentlich ein und dann geht es in den Norden. Wir fahren bis zu einer Rest Area wo die Übernachtung nur 2 Dollar pro Auto kostet und genießen das Camperleben. Danach geht es dann weiter nach oben. Bei unserer Morgendlichen Planung merken wir aber dass der Daintree erst oben nach der Fähre beginnt. Wir hatten eigentlich gedacht dass wir nicht mit der Fähre fahren müssen und so in den Park können. Naja falsch geplant, falsch gedacht! Wir fahren also nach Newell Beach, dort gehen wir auf einen Campground und genießen den Tag am Strand. Wir verlaufen uns ein bisschen, sehen viele Fischer, leider keine Krokodile und einen Adler. Werden von vielen Termiten gebissen und lassen den Abend am BBQ mit dem Campingplatzbesitzer ausklingen.

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Daintree Nationalpark und Cape Tribulation

…schlagen wir uns aus dem Kopf. Alles was nördlich der Fähre kommt, ist nicht mehr versichert?! Keine Ahnung wieso. Anscheinend sind die Hippie Camper nicht ganz so Hippie. Oder Apollo hat da seine Finger im Spiel. Also fahren wir in den Süden, da müssen wir ja sowieso hin. Also fahren wir nach Babinda. Das ist sogar noch unter Cairns. Wir haben also nur zwei Tage vertrödelt;) naja eigentlich ja nicht. Aber bei Babinda sind die Boulders. Ein kleiner Walk, ein toller See und wir können umsonst auf der Campsite stehen. Duschen kosten 2 Dollar.

Oben bei den Boulders gehen wir dann den kleinen Walk zu den Wasserfällen. Wenn hier richtig Wasser ist, ist das sicher noch viel viel cooler. Aber auch so war es schon sehr beeindruckend. Am nächsten Morgen sind wir dann wieder hoch auf den Berg zu den Boulders und haben ein ausgiebiges kaltes Bad in dem See genossen. Wir haben weder Spinnen, noch Schlangen noch sonst irgendwas gesehen. Nur ein paar Waldhühner. Und danach ging es dann schon weiter Richtung Mission Beach. Auf dem Weg haben wir noch einen kurzen Stop gemacht. Es gab da irgendwo noch einen Baumkronenpfad durch den Regenwald. Ich hab leider keine Ahnung mehr wo das war. Aber irgendwo auf dem Weg und nach den Boulders.:-)

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Mission Beach – Immer an der Ostküste entlang

Wir sind hier ja erst am Nachmittag in Mission Beach angekommen. Aber der Strand ist einfach perfekt. Der Campingplatz hat Wlan und eine Camp Kitchen. Abends ist hier auch gut was los. Wir treffen zwei Franzosen die gefühlte 10 Liter Nudeln vorgekocht haben und diese immer wieder in den Kühlschrank stellen. Und zwei Deutsche aus München. Die beiden sind schon eine ganze Weile unterwegs und waren auch in Darwin und im Kakadu National Park und jetzt an der Ostküste. Und die beiden haben im Kakadu Krokodile gesehen. Naja. Wir ja auch, also fast.

Im Meer kann man baden, das machen wir dann auch direkt am nächsten Vormittag. Quallensaison beginnt erst in ein paar Wochen und es soll nur zwei Krokodile am Strand geben, die man aber schon eine Weile nicht gesehen hat. Also no Risk no Fun. Wir glauben trotzdem dass schon ein paar Quallen da waren. Aber es war schön. Bisschen sehr warm das Wasser, aber okay.

Wir rasen Richtung Süden

Es geht für uns immer an der Ostküste entlang. Mal mehr am Meer, mal mehr im Landesinneren. Irgendwie passiert dann erstmal nichts spannendes. Wir müssen immer weiter Richtung Süden. Und deshalb machen wir erstmal ein paar Kilometer. Wir düsen an Townsville vorbei. Pennen in Home Hill. Freies Campen, Freie warme Duschen (5 min.) und dann gehts auch schon weiter. Wir machen jetzt aber mal wirklich einen kurzen Stop am Airline Beach und genießen Strand, Sonne und die gelassene Stimmung. Es gibt hier ein echt tolles Strandbad. Wir gehen aber lieber ein bisschen am Strand entlang und von Beach zu Beach. Immerhin haben wir echt lange genug im Auto gesessen.

Ja und dann geht weiter. Wir schlafen in St. Lawrence. Hier ist es ruhig, wir können noch einen kurzen Walk durch die Wetlands machen und der Platz kostet nur 10 Dollar. Bezahlbar, ja wie eigentlich. Man kann eine Nummer anrufen, da ist dann aber schon niemand mehr. Man kann es auch online machen. Was bei uns aber nicht geht. Also schreiben wir einfach unser Kennzeichen auf ein Papier und schmeißen es mit den 10 Dollar in die Box bei den Toilette. Daumen drücken, wird schon klappen.

So, und das war es jetzt erstmal von der Ostküste.

In den nächsten Tagen kommt dann noch ein kurzes Update wie es danach weitergeht und wo wir heute so sind. Also bleibt dran und bis bald.

 

Charly und Micha

6 Replies to “Australien 2016 – Und weiter geht es an die Ostküste”

  1. Rosemarie Jaletzky-Balzer sagt: Antworten

    Dazu müssten wir ja wissen was euch so grade über den Weg gelaufen ist 😀 … denn Papas Lieblings Griesbrei – Rezept wollt ihr sicher garnicht haben =) Das Weingelee ist übrigens prima geworden (sagt Papa :D) noch nen schönen Resttag in Australien <3 <3 <3

    1. Hallo Rosi,
      die Rezepte sind ja für alle Besucher:-) und vielleicht ist ja einer dabei der Grießbrei mag. Charly würde sich auf jeden Fall freuen. Und ich glaube das ist ein super Zwischendurch Rezept für den Camper. Also hau in die Tasten.

  2. Und schon mal einen guten Flug heut Nacht

    1. Dankeschön 😉 Wir freuen uns schon auf Neuseeland!

  3. Hallo Ihr 2
    Sehr sehr schöne Berichte 👍
    Aber wie können wir jetzt auf Eurem Block aktiv werden?.

    1. Tja, immer schön lesen und Kommentare schreiben. Und schaut Euch mal was kochst du an. Da habt Ihr ja sicher auch das ein oder andere tolle Rezept für uns.
      Liebe Grüße aus Australien
      Charly

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